GEMA gegen OpenAI: Gericht neigt zu 600.000-Euro-Strafe für Songtext-Nutzung
Claudius StadelmannGEMA gegen OpenAI: Gericht neigt zu 600.000-Euro-Strafe für Songtext-Nutzung
Ein deutsches Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Musikverwertungsgesellschaft GEMA und OpenAI eine unterstützende Haltung signalisiert. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die unberechtigte Nutzung von Songtexten aus neun bekannten Liedern, darunter Helene Fischers Hit "Atemlos". Umstritten ist eine Schadensersatzforderung in Höhe von 600.000 Euro.
Der Fall betrifft ausschließlich die Texte – nicht die Melodien – der betreffenden Songs. Die GEMA wirft OpenAI vor, die Lyrics ohne Genehmigung für die KI-Trainingsdaten genutzt zu haben. Die vorsitzende Richterin Elke Schwager deutete während der Verhandlung an, dass sie in den zentralen Rechtsfragen weitgehend die Position der GEMA teile.
Falls das Gericht zugunsten der GEMA entscheidet, müsste OpenAI möglicherweise 600.000 Euro zahlen. Das Urteil könnte zudem richtungsweisend dafür werden, wie KI-Unternehmen künftig mit urheberrechtlich geschützten Songtexten umgehen. Ein endgültiges Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.






