24 March 2026, 02:18

Freie Wähler holen Landratsamt im Ostallgäu – CSU verliert nach zwölf Jahren

Eine Gruppe von Menschen, die vor einer Menge jubeln, mit einem Banner im Hintergrund, auf dem "Wir haben die Wahl gewonnen." steht.

Freie Wähler holen Landratsamt im Ostallgäu – CSU verliert nach zwölf Jahren

Bernd Stapfner von den Freien Wählern hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Ostallgäu gewonnen. Mit 52,4 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen den CSU-Kandidaten Andreas Bauer durch, der in der ersten Runde noch geführt hatte. Das Ergebnis markiert einen Wechsel in der lokalen Führung nach einem mit Spannung verfolgten Wahlkampf.

In Kaufbeuren behielt Andreas Bauer unterdessen sein Amt als Wirtschaftsreferent mit 47,6 Prozent der Stimmen.

Die Wahl zum Ostallgäuer Landrat hatte am 8. März mit fünf Bewerbern begonnen. Andreas Bauer (CSU) lag damals mit 39,7 Prozent vorne, gefolgt von Bernd Stapfner (Freie Wähler/FWO) mit 25,0 Prozent. Johannes Erd (Grüne) erreichte mit 14,4 Prozent den dritten Platz, während Wolfgang Dröse (AfD) auf 12,8 Prozent und Ilona Deckwerth (SPD) auf 8,2 Prozent kamen. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,2 Prozent.

Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kam es am 22. März zur Stichwahl. Stapfner, ein ehemaliger Polizist aus dem Unterallgäu, setzte sich mit 52,4 Prozent gegen Bauer durch. Er wird sein Amt am 1. Mai antreten und löst damit Maria Rita Zinnecker ab, die zwölf Jahre lang im Amt war.

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In Kaufbeuren behielt Bauer unterdessen sein Amt als Wirtschaftsreferent mit 47,6 Prozent der Stimmen. Die Grünen verzeichneten ebenfalls Veränderungen: Zwar halten sie im Kreistag weiterhin acht Sitze, doch es gibt einen Generationswechsel in der Vertretung. Neue Mitglieder wie Johannes Erd und Lisi Schleburg zogen ein, während die Partei die Geschlechterparität wahrte. In den Stadträten von Marktoberdorf und Obergünzburg schrumpften ihre Fraktionen jedoch auf jeweils drei Sitze.

Stapfners Sieg beendet die lange CSU-Dominanz im Landratsamt. Er wird sein Amt am 1. Mai antreten und Zinnecker nach zwölf Jahren an der Spitze ablösen. Die Grünen behielten trotz leichter Sitzverluste eine ausgewogene Präsenz in den lokalen Gremien – ein Zeichen für den anhaltenden Wettbewerb zwischen den großen Parteien.

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