Feldgeschworenen-Dienst vor historischem Wandel: Neue Führung und höhere Entschädigung
Claudius StadelmannFeldgeschworenen-Dienst vor historischem Wandel: Neue Führung und höhere Entschädigung
Traditionelle Feldgeschworenen-Dienste: Wechsel in Führung und Finanzierung
Der seit langem bestehende Feldgeschworenen-Dienst der Stadt hat kürzlich sowohl einen Wechsel in der Führung als auch Anpassungen bei der Finanzierung erlebt. Rudolf Hauner trat auf eigenen Wunsch von seinem Amt zurück, während die Verantwortlichen gleichzeitig eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die Inhaber dieser Position beschlossen. Der Dienst selbst blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück und ist bis heute ein zentraler Bestandteil der lokalen Verwaltung.
Feldgeschworene bekleiden eines der ältesten noch bestehenden Ämter in der kommunalen Selbstverwaltung. Ihre Aufgaben sind im Bayerischen Grenzvermessungsgesetz von 1981 geregelt; sie unterstützen die vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung durchgeführten katastertechnischen Vermessungen. Aktuell sind sechs aktive Feldgeschworene für die Stadt tätig – alle als ehrenamtliche Kommunalhelfer auf Lebenszeit berufen.
Die Arbeit der Geschworenen wird von der Abteilung Geoinformation und Vermessung des Bauamts koordiniert. Bei ihrer Tätigkeit unterliegen sie strengen Vertraulichkeitsregeln, während sie offizielle Grundstücksvermessungen begleiten. Justina Wagner, eine Vertreterin der Stadt, dankte Hauner für seinen zuverlässigen und kollegialen Einsatz während seiner Zeit in diesem ehrenamtlichen Amt.
In einer jüngsten Sitzung der Stadtversammlung stimmten die Mitglieder für eine Anhebung der Aufwandsentschädigung für die Feldgeschworenen. Die Anpassung spiegelt die fortwährende Bedeutung ihrer Arbeit für die Pflege präziser Grundstücksunterlagen wider.
Hauners Ausscheiden hinterlässt eine Lücke in einem Amt mit tiefen traditionellen Wurzeln. Die erhöhte Entschädigung soll diejenigen unterstützen, die sich den Verantwortungen eines Feldgeschworenen stellen. Ihre Tätigkeit bleibt ein unverzichtbarer Baustein für das städtische Grundstücksmanagement und die Verwaltungsabläufe.






