ETA Hub hilft Nachwuchskräften, etablierte Unternehmen zu übernehmen – statt Start-ups zu gründen
Claudius StadelmannETA Hub hilft Nachwuchskräften, etablierte Unternehmen zu übernehmen – statt Start-ups zu gründen
Ein neues Programm unterstützt Nachwuchskräfte dabei, etablierte Unternehmen zu übernehmen – statt selbst Start-ups zu gründen. Der ETA Hub, eine Initiative von UnternehmerTUM, setzt auf externe Unternehmensnachfolgen, da viele deutsche Betriebe verzweifelt nach Nachfolger:innen suchen. Angesichts tausender gefährdeter Firmen bietet das Programm Workshops, Netzwerkmöglichkeiten und maßgeschneiderte Schulungen, um ambitionierte Unternehmer:innen mit übernahmewilligen Betrieben zusammenzubringen.
Der ETA Hub vermittelt das Konzept "Unternehmensgründung durch Übernahme" (Entrepreneurship Through Acquisition, ETA), eine Strategie, bei der Existenzgründer:innen bestehende Unternehmen kaufen und weiterführen. Damit reagiert die Initiative auf ein drängendes Problem: Bis 2026 benötigen rund 560.000 mittelständische deutsche Unternehmen eine Nachfolgelösung. Ohne Übernehmer:innen könnten bis zu 243.000 Betriebe – vor allem in der Industrie, im Handwerk und in familiengeführten Branchen – aufgrund des demografischen Wandels schließen müssen.
UnternehmerTUM engagiert sich seit über einem Jahrzehnt für etablierte Unternehmen, insbesondere im Mittelstand. Der ETA Hub bringt potenzielle Führungskräfte mit Betrieben zusammen, die eine Nachfolgelösung suchen, und vermittelt Kontakte zu Investor:innen. Aktuelle Veranstaltungen wie zwei ausgebuchte Masterclasses und ein ETA-Dinner zeigen das große Interesse an solchen Qualifizierungsangeboten.
Christian Mohr, Chief Customer Officer bei UnternehmerTUM und Mitgründer des ETA Hub, betont den wachsenden Trend zu Unternehmensübernahmen. Das Programm solle unternehmerische Chancen über die klassische Start-up-Gründung hinaus erweitern und sicherstellen, dass erfahrene Betriebe unter neuer Führung weiterbestehen.
Der Start des ETA Hub fällt in eine Zeit, in der viele deutsche Unternehmen ohne Nachfolge vor einer ungewissen Zukunft stehen. Indem externe Führungskräfte auf die Übernahme etablierter Firmen vorbereitet werden, könnte das Programm Betriebsschließungen verhindern und Schlüsselbranchen erhalten. Die hohe Teilnahme an den ersten Veranstaltungen deutet darauf hin, dass sowohl angehende Unternehmer:innen als auch Betriebe großen Wert in diesem Ansatz sehen.






