Dominik Krause wird Münchens jüngster Oberbürgermeister – mit radikalen Plänen für Wohnen und Verkehr
Claudius StadelmannDominik Krause wird Münchens jüngster Oberbürgermeister – mit radikalen Plänen für Wohnen und Verkehr
Dominik Krause ist am Sonntag in der Stichwahl zum neuen Oberbürgermeister Münchens gewählt worden. Der 34-jährige Grünen-Politiker wird sein Amt am 1. Mai 2026 antreten – nach einer politischen Laufbahn, die mit lokalem Engagement begann. Bekannt für seine progressive Haltung in Wohnungs- und Verkehrspolitik, hat er bereits Pläne angekündigt, die Stadtpolitik grundlegend zu reformieren.
Krauses Weg in die Politik begann 2009 während seines Zivildienstes in einer Montessori-Schule. Ein Neonazi-Aufmarsch in der Nähe der Einrichtung veranlasste ihn, sich der Initiative München ist bunt anzuschließen und später der Partei Bündnis 90/Die Grünen beizutreten. Anschließend studierte er Physik an der Technischen Universität München, schloss sein Masterstudium ab und stieg danach in die Kommunalpolitik ein.
Mit nur 24 Jahren zog er 2014 in den Münchner Stadtrat ein. 2023 wurde er Zweiter Bürgermeister der Stadt – ein Amt, das ihm sowohl Aufmerksamkeit als auch Kontroversen einbrachte. Seine Bezeichnung des Oktoberfests als "größte Freiluft-Drogenparty der Welt" löste scharfe Kritik bei den Wiesn-Wirten aus.
Als designierter Oberbürgermeister hat Krause nun klare Schwerpunkte gesetzt: Er plant den Bau von 50.000 bezahlbaren Wohnungen, um die Münchner Wohnungsnot zu bekämpfen. Auch in der Verkehrspolitik soll es Veränderungen geben – mit stärkerer Fokussierung auf Fußgänger und Radfahrer. Sogar für die meisten offiziellen Termine will er künftig auf das Fahrrad umsteigen.
Seine Wahl am 22. März markiert einen Wendepunkt für München, doch die volle Tragweite seiner Politik bleibt abzuwarten. Da Krause sein Amt noch nicht angetreten hat, sind konkrete Änderungen in der Stadtverwaltung noch nicht definiert.
Sein Sieg deutet auf eine neue Richtung für München hin, mit Wohnungsbau und Verkehrspolitik an vorderster Front. Seine Wurzeln in der Aktivisten- und Kommunalarbeit prägen seinen Ansatz, doch die tatsächlichen Auswirkungen seiner Führung werden sich erst nach dem 1. Mai zeigen. Nun wartet die Stadt gespannt darauf, wie seine Pläne Gestalt annehmen werden.






