Dieb stiehlt Nagelkreuz aus Dachauer KZ-Gedenkstätte und zerstört Spendenbox
Franka KallertNach Diebstahl - Versöhnungskirche Bestellt Kreuz aus Neuen Nägeln - Dieb stiehlt Nagelkreuz aus Dachauer KZ-Gedenkstätte und zerstört Spendenbox
Aus der Versöhnungskirche des KZ-Gedenkstätten Dachau gestohlen: Nagelkreuz entwendet und Spendenbox beschädigt
Ein Nagelkreuz wurde aus der evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau gestohlen. Der Dieb nutzte das Kreuz nicht nur für den Raub, sondern auch, um damit gewaltsam eine Spendenbox aufzubrechen – beide Gegenstände wurden dabei schwer beschädigt.
Das entwendete Kreuz war Teil einer langjährigen Tradition der Kirche. Seit 2012 gehört die Versöhnungskirche zu den über 200 Nagelkreuz-Zentren weltweit, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen. Diese Zentren orientieren sich am Vorbild der Coventry Cathedral in England, die 1940 im Krieg zerstört wurde und später zu einem Symbol der Heilung und Aussöhnung wurde.
Für die Kirchengemeinde hatte das Kreuz eine tiefe symbolische Bedeutung. Jeden Freitag versammelten sich Gläubige verschiedener Konfessionen zu einem ökumenischen Versöhnungsgebet um das Kreuz. Bei dem Diebstahl wurde es stark beschädigt; einer der drei Nagelköpfe wurde später in der aufgebrochenen Opferstockbox gefunden.
Der Täter hatte versucht, mit dem Kreuz den Schlitz der Spendenbox aufzuhebeln. Dabei richtete er sowohl am Kreuz als auch am Opferstock erhebliche Schäden an – beide weisen deutliche Spuren von Gewaltanwendung auf.
Die Kirche ist nun um ihr zentrales Symbol gebracht, das eine wichtige Rolle in den wöchentlichen Gebeten spielte. Die Behörden ermitteln vermutlich wegen des Diebstahls, während die Versöhnungskirche das Ausmaß der Schäden an Kreuz und Spendenbox prüft. Der Verlust betrifft nicht nur die lokale Gemeinde, sondern auch das weltweite Netzwerk der Nagelkreuz-Zentren.






