Deutschland droht bei der Wasserstoffwende das Nachsehen zu haben – doch es gibt Lösungen
Franka KallertDeutschland droht bei der Wasserstoffwende das Nachsehen zu haben – doch es gibt Lösungen
Deutschland hinkt bei der Umsetzung der EU-Vorgaben für die Wasserstoffverteilung hinterher. Das Land hat die notwendigen Regelungen noch nicht in nationales Recht überführt, was Verzögerungen bei der Umrüstung der Gasnetze und dem Ausbau der Wasserstoffproduktion zur Folge hat.
Die Thüga Aktiengesellschaft, ein zentraler Akteur im kommunalen Energie- und Wassersektor, hat sich mit vier Partnerunternehmen zusammengeschlossen, um das Problem anzugehen. Gemeinsam beauftragten sie ein Rechtsgutachten, das Lösungsansätze für die Wasserstoffwende aufzeigt. Die Ergebnisse wurden Vertretern von CDU, SPD, FDP sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz präsentiert.
Das von der Kanzlei Rosin Büdenbender erstellte Gutachten macht die anstehenden Herausforderungen deutlich: Die Refinanzierung neuer Wasserstoffnetze könnte zu hohen Gebühren für die aktuellen Wasserstoffnutzer führen. Allerdings bietet die EU-Gasverordnung Rechtssicherheit für Investitionen in Wasserstoff – selbst in Regionen ohne bestehende Kunden. Die EU-Gasrichtlinie setzt zudem Effizienzstandards für die Netzumstellung und schafft damit einen Rahmen für Verbesserungen.
Laut der Analyse reichen geringfügige Anpassungen des bestehenden deutschen Rechtsrahmens aus, um den Übergang zu Wasserstoff zu beschleunigen. Ohne diese Änderungen riskiert das Land weitere Verzögerungen bei der Modernisierung seiner Energieinfrastruktur.
Der Bericht skizziert klare Schritte, um die Wasserstoffwende in Deutschland voranzutreiben. Die Umsetzung der vorgeschlagenen rechtlichen Feinjustierungen könnte Investitionshemmnisse und Netzausbauhürden abbauen – und so die Angleichung an die EU-Standards fördern sowie den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur unterstützen.
