29 March 2026, 02:20

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt in Schlagershows – doch sie selbst fehlt

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Outfit aus den 1950er-Jahren singt fröhlich auf einer von einem Scheinwerfer beleuchteten Bühne und hält ein Mikrofon in der Hand.

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt in Schlagershows – doch sie selbst fehlt

Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich zur mangelnden Vielfalt in den Gästelisten von TV-Shows geäußert. Die Sängerin, bekannt für ihren scharfen Witz und ihr umfangreiches Repertoire, kritisierte kürzlich die Redaktionen dafür, immer wieder dieselben Stars einzuladen. Doch dass sie selbst nur selten in großen Schlagersendungen zu sehen ist, stört sie offenbar nicht.

Frederic blickt auf eine Karriere zurück, die von Schlagerklassikern über Musicals bis hin zu Chansons reicht. Trotz ihres langjährigen Einflusses behauptet sie, nie zu beliebten Formaten wie den Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen eingeladen worden zu sein. Die Schuld dafür gibt sie nicht den Moderatoren, sondern den Produktionsteams – und deren eintönige Gästeauswahl.

Dass vor allem bekannte Gesichter gebucht werden, sei nachvollziehbar, räumt sie ein. Viele Künstler, darunter DDR-Legenden wie Olaf Berger und Chris Doerk, prägen noch immer Formate wie Silbereisen oder Zarrella Live!. Berger, der in den 1980ern berühmt wurde, und Doerk, die mit 84 Jahren ein Comeback plant, sind nach wie vor präsente Figuren im heutigen Schlager-TV.

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Doch statt sich über die Branche zu beschweren, bleibt Frederic aktiv: Bis zu 60 Auftritte absolviert sie jährlich. Trotz bescheidener Rente tourt sie weiter und sorgte kürzlich mit einer scherzhaften Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen. Ihr Humor und ihre Widerstandsfähigkeit halten sie im Gespräch – auch wenn sie sich aus dem TV-Mainstream zurückgezogen hat.

Ihre Aussagen werfen ein Licht auf ein langjähriges Muster im Schlager-Fernsehen. Zwar nimmt sie Moderatoren wie Silbereisen und Zarrella in Schutz, doch die eigentliche Ursache für die Wiederholungen sieht sie in den redaktionellen Entscheidungen. Ihre eigene Karriere hingegen – geprägt von Live-Auftritten und einem vielseitigen musikalischen Erbe – zeigt keine Anzeichen von Ermüdung.

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