CSU-Landrat Karmasin gewinnt knappe Stichwahl in Fürstenfeldbruck
Thomas Karmasin von der CSU hat sich eine weitere Amtszeit als Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck gesichert. Bei der Stichwahl am 22. März 2026 setzte er sich mit 56,5 Prozent der Stimmen gegen die Kandidatin der Grünen, Ronja von Wurmb-Seibel, durch, die auf 43,5 Prozent kam. Das knappe Ergebnis markiert einen Wandel in einer Region, die lange von der CSU dominiert wurde.
Die Wahl folgte auf die ursprüngliche Kommunalwahl am 8. März 2026, bei der kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte. Dies machte die Stichwahl notwendig – ein seltenes Ereignis in einer Gegend, in der die CSU traditionell über starke lokale Unterstützung verfügt. Karmasin, der seit 1996 im Amt ist, sah sich einer starken Herausforderung durch von Wurmb-Seibel gegenüber, eine Journalistin und Autorin mit Erfahrung als Berichterstatterin aus Kabul.
Der Wahlkampf von Wurmb-Seibels zog besondere Aufmerksamkeit auf sich und spiegelte die breiteren politischen Veränderungen in Oberbayern wider. Themen wie Wohnungsmangel und Bevölkerungswachstum könnten zu dem engeren Rennen beigetragen haben. Zwar behielt die CSU die Oberhand, doch die Notwendigkeit einer Stichwahl deutet auf wachsende Konkurrenz durch Parteien wie die Grünen und die Freien Wähler hin.
Karmasins Sieg verlängert seine lange Amtszeit als Landrat. Die Wahlergebnisse lassen jedoch auf ein sich veränderndes politisches Klima in Fürstenfeldbruck schließen. Künftige Wahlen könnten noch knappere Ergebnisse bringen, während die Oppositionsparteien an Boden gewinnen.






