04 April 2026, 00:26

China warnt vor Chaos ohne die UN – und kritisiert US-Friedensrat

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantischen Vertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute zeigt, mit farblich kodierten Regionen nach Jahren und informativem Text oben.

Chinas Außenminister fordert die Revitalisierung der UN - China warnt vor Chaos ohne die UN – und kritisiert US-Friedensrat

Chinas Außenminister Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgefordert, die Vereinten Nationen zu stärken. Er warnte, dass eine Abkehr von der UN die globale Politik zurück ins Chaos stürzen könnte, und bezeichnete die Organisation trotz ihrer Mängel als das beste Instrument zur Wahrung der Weltordnung.

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Seine Äußerungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem die USA einen alternativen "Friedensrat" vorantreiben, der bisher die Unterstützung von 26 Staaten erhalten hat.

Wang Yi betonte die Notwendigkeit, das globale System zu modernisieren, damit die Rechte aller Länder geachtet werden. Er bestand darauf, dass sich jedes Land – nicht nur die führenden Mächte – an die in der UN-Charta festgelegten Regeln halten müsse. Ohne die UN, so seine Argumentation, würde die Welt ihre multilateralen Grundlagen verlieren und in einen Zustand zurückfallen, in dem das "Recht des Stärkeren" herrscht.

Der Appell, die zentrale Rolle der UN wiederzubeleben, steht im Kontrast zu einem Vorschlag des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, der einen von den USA geführten "Friedensrat" ins Leben rufen wollte. Die auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos angekündigte Initiative hat bereits 26 Gründungsmitglieder gewonnen, darunter Argentinien, Ungarn und sieben weitere Unterzeichnerstaaten. Mehrere eingeladene Länder, darunter Deutschland, haben jedoch eine Teilnahme abgelehnt.

Wang Yi warnte zudem davor, dass mächtige Staaten schwächere Länder im globalen System dominieren könnten. Zwar räumte er ein, dass einige Nationen eine stärkere Rolle bei der Durchsetzung der UN-Prinzipien spielen, doch betonte er, dass die Einhaltung der Regeln für alle gelten müsse, um Ungleichgewichte zu vermeiden.

Laut Wang Yi bleiben die Vereinten Nationen die zentrale Plattform für internationale Zusammenarbeit. Seine Warnungen unterstreichen die Befürchtungen, dass eine Zersplitterung droht, sollten alternative Gremien wie der "Friedensrat" an Einfluss gewinnen. Unterdessen expandiert die US-Initiative weiter – mittlerweile unterstützen 26 Länder ihre Gründung.

AKTUALISIERUNG

Wang Yi Meets Austria's Foreign Minister Before UN Speech

Chinese Foreign Minister Wang Yi held bilateral talks with Austrian Foreign Minister Beate Meinl-Reisinger on 13 February at the Munich Security Conference. The meeting took place ahead of Wang's address on the same day, where he reiterated China's support for the UN. This engagement highlights diplomatic efforts during the conference, even as the US-led Peace Council initiative faces opposition.