Chaos nach Albaniens WM-Quali-Sieg: Krawalle und Straßenblockaden in Bayern
Franka KallertChaos nach Albaniens WM-Quali-Sieg: Krawalle und Straßenblockaden in Bayern
Albanische Fußballfans zogen nach dem Sieg ihrer Mannschaft in der WM-Qualifikation gegen Serbien in mehreren bayerischen Städten auf die Straßen. Die Feiern arteten schnell in tumultartige Szenen aus: Autokorsos blockierten Straßen, und in mehreren Städten kam es zu Auseinandersetzungen.
Die Polizei griff an verschiedenen Orten ein, als die Spannungen zwischen rivalisierenden Fans und den Einsatzkräften eskalierten. Die Unruhen begannen bereits während des Spiels in München, wo etwa 400 albanische Anhänger eine Bar verließen und auf die Straße strömten. Später fuhr ein Konvoi von rund 350 Fahrzeugen durch die Stadt – es gab Meldungen über Rasen und das Missachten von Ampeln.
In Rosenheim griff ein betrunkener Fußgänger einen Motorradfahrer an, der an einer roten Ampel wartete, und stieß ihn um. Der 27-jährige Biker wehrte sich mit seinem Helm in Notwehr. Unterdessen fuhren in Memmingen Dutzende Autos hupend durch die Innenstadt und verursachten einen Verkehrsinfarkt. Die Polizei löste die Korsos in beiden Städten schließlich auf.
Nach dem Spiel versammelten sich albanische Fans am Münchner Odeonsplatz, wo es wiederholt zu Zusammenstößen mit serbischen Anhängern und der Polizei kam. Etwa 50 serbische Fans hatten sich in einer nahegelegenen Kneipe getroffen; ein Mann wurde festgenommen, weil er Beamte beleidigt und sich gegen seine Festnahme gewehrt hatte.
Die spontanen Feiern führten zu Verkehrschaos, öffentlichen Rüstörungen und mindestens einer Festnahme. Die Behörden arbeiteten daran, die Ordnung wiederherzustellen, während die Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei noch bis in die Nacht andauerten. Aus mehreren Städten wurden Störungen durch die Nachspiel-Kundgebungen gemeldet.






