27 April 2026, 10:21

Bundesregierung stoppt Integrationskurse – Zehntausende Geflüchtete ohne Sprachförderung

Plakat, das kostenlose Zugang zu über 1.000 Coursera-Kursen für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Bundesregierung stoppt Integrationskurse – Zehntausende Geflüchtete ohne Sprachförderung

Die Bundesregierung stoppt vorerst neue Anmeldungen für Integrationskurse – damit bleiben Zehntausende Geflüchtete ohne Sprachförderung. Die von Innenministerin Nancy Faeser mitgetragene Entscheidung trifft besonders ukrainische Schutzsuchende und Asylbewerber. Kritiker warnen, dass der Schritt die Arbeitsmarktchancen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der ohnehin schon benachteiligten Gruppe weiter verschlechtern werde.

Sprachkursanbieter steuern wegen der plötzlichen Einschränkungen auf den finanziellen Kollaps zu. Viele sind auf staatlich finanzierte Teilnehmende angewiesen, um ihren Betrieb aufrechterhalten zu können. Ohne neue Kursteilnehmer brechen nun die Einnahmen weg – einige stehen kurz vor der Schließung.

Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, wirft der Regierung vor, gezielt den Zugang zu Integrationskursen zu blockieren. Die Politikänderung schließe rund 129.500 potenzielle Lernende aus, darunter vor allem Ukrainer und Asylsuchende, betonte sie. Besonders die Einflussnahme der konservativen Unionsfraktion auf die Entscheidung stößt auf Kritik, da sie jahrelange Fortschritte in der Integration gefährde.

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Fachleute weisen darauf hin, dass Sprachkenntnisse entscheidend für faire Beschäftigungschancen und gesellschaftliche Teilhabe sind. Ohne Zugang zu Kursen sehen sich Geflüchtete noch größeren Hürden gegenüber, qualifizierte Jobs zu finden. Langfristig könnte die Maßnahme soziale Ungleichheit vertiefen und benachteiligte Gruppen weiter isolieren.

Sollte die Regelung bestehen bleiben, erhalten fast 130.000 Menschen keine Sprachförderung mehr. Anbieter melden bereits massive finanzielle Engpässe, während Geflüchtete Gefahr laufen, wichtige Unterstützung zu verlieren. Die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Integration bleiben für Verbände und Betroffene ein zentrales Problem.

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