Brandanschlag zerstört historisches Jagdschloss bei Regensburg – Millionen-Schaden und politische Ermittlungen
Klaas BarthBrandanschlag zerstört historisches Jagdschloss bei Regensburg – Millionen-Schaden und politische Ermittlungen
Ein historisches Jagdschloss bei Regensburg ist bei einem mutmaßlichen Brandanschlag zerstört worden – der Schaden wird auf schätzungsweise 4 Millionen Euro beziffert. Die Tat, zu der sich ein "Antifa-Kommando" auf einer linksextremen Website bekannte, richtete sich gegen ein Anwesen der Gloria Fürstin von Thurn und Taxis. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts auf ein politisch motiviertes Verbrechen.
Das Feuer brach im Jagdschloss Thiergarten aus, das zuletzt als Golfclub genutzt worden war. Das seit 1969 an den Golf- und Country Club Regensburg verpachtete Gebäude brannte vollständig nieder und hinterließ die Betreiber des dortigen Restaurants verzweifelt – ihr Lebenswerk ist zerstört. Donaustaufs Bürgermeister Jürgen Sommer bezeichnete die Zerstörung als einen "schweren Verlust" für die gesamte Region.
Die Polizei im Oberpfälzer Land untersucht derzeit ein auf der linksextremen Plattform Indymedia veröffentlichtes Bekennerschreiben. Die anonymen Verfasser stufen den Anschlag als "deutliche Warnung" an Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ein und fordern sie auf, ihre politischen Aktivitäten einzustellen. Zudem drohten sie mit weiteren Angriffen, falls ihren Forderungen nicht nachgekommen werde.
Die Ermittler analysieren das Schreiben und verfolgen alle Spuren. Zwar ist die Täterschaft der Gruppe noch nicht bestätigt, doch die Behörden gehen von einem möglichen extremistischen Gewaltdelik aus. Das Jagdschloss liegt in Trümmern, die Wiederherstellung wird Millionen kosten. Die fürstliche Familie, die lokale Politik und die betroffenen Unternehmer müssen nun mit den Folgen eines Anschlags leben, der die Region erschüttert hat. Die Behörden suchen weiterhin nach den Motiven hinter der Tat und prüfen die Glaubwürdigkeit der Täterbekennung.






