BMW kämpft mit Krisenjahr 2025 – kann der neue i3 die Wende bringen?
Katarina OrtmannBMW kämpft mit Krisenjahr 2025 – kann der neue i3 die Wende bringen?
BMW durchlebt ein schwieriges Jahr: 2025 brachte finanzielle Rückschläge, und ein Führungswechsel steht bevor. Das Unternehmen verzeichnete Rückgänge bei Umsatz und Gewinn, während der Aktienkurs seit Januar um fast ein Fünftel eingebrochen ist. Trotz dieser Herausforderungen könnte der Start eines wichtigen neuen Elektrofahrzeugs im Jahr 2026 eine Wende einläuten.
Die Jahresbilanz 2025 zeigte einen Umsatzrückgang von 6,3 Prozent sowie einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Anleger reagierten enttäuscht – die Aktie verlor seit Jahresbeginn 18,4 Prozent und notiert derzeit bei 78,28 Euro. Auch Volkswagen spürte den Druck: Nach einem Gewinnrückgang um die Hälfte im Jahr 2025 lag der Börsenwert des Konzerns im März 2026 bei 43,95 Milliarden Euro.
An der Unternehmensspitze steht ein Wechsel bevor: Am 14. Mai 2026 übernimmt Milan Nedeljkovic den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Oliver Zipse. Die Übergabe erfolgt kurz nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts für das erste Quartal 2026, der für den 6. Mai erwartet wird. Analysten prognostizieren eine leichte Erholung der operativen Marge auf 4,0 bis 5,5 Prozent – nach nur 2,8 Prozent im Vorjahr. Allerdings könnten höhere Zölle die EBIT-Marge im Autogeschäft um 1,25 Prozentpunkte schmälern.
Ein entscheidender Moment steht im August 2026 an: Dann beginnt in München die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i3. Das Modell verspricht eine WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern und ist mit einem 800-Volt-System für schnelleres Laden ausgestattet. Sein Erfolg wird zum Gradmesser für die zukünftige Profitabilität des Unternehmens. Bernstein-Analystin Eunice Lee bleibt optimistisch, hält an der Einstufung "Outperform" fest und betont das erhebliche Wachstumspotenzial.
Der Marktstart des vollelektrischen i3 noch in diesem Jahr wird zeigen, ob BMW die aktuelle Talfahrt stoppen kann. Mit neuer Führung und einem wichtigen Produktdebüt will das Unternehmen wieder an Fahrt gewinnen. Der nächste Finanzbericht im Mai wird weitere Aufschlüsse über den Erholungskurs geben.






