Bayerns Machtgefüge wackelt: CSU verliert, AfD legt stark zu
Eine neue Umfrage zeigt verschobene politische Kräfteverhältnisse in Bayern vor der nächsten Landtagswahl. Die CSU bleibt zwar stärkste Kraft, doch ihre Koalition mit den Freien Wählern hat an Unterstützung verloren. Gleichzeitig kämpfen kleinere Parteien darum, den Einzug in den Landtag zu schaffen.
Die von Markus Söder geführte CSU kommt in der Umfrage auf 39 Prozent – ein leichter Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Wahlergebnis von 2023. Ihr Koalitionspartner, die Freien Wähler, liegt jedoch nur noch bei 11 Prozent und verliert damit 4,8 Punkte im Vergleich zur letzten Wahl.
Zusammen erreichen beide Parteien nun 50 Prozent der Wählerstimmen, nach 52,8 Prozent im Jahr 2023. Dieser Rückgang deutet auf eine schwindende Dominanz in der bayerischen Politik hin.
Die AfD verzeichnet einen deutlichen Zuwachs und steigt auf 19 Prozent – 4,4 Punkte mehr als bei der letzten Wahl. Die Grünen hingegen fallen auf 11 Prozent und liegen damit unter ihrem früheren Ergebnis von 14,4 Prozent.
Die Linke könnte mit 4 Prozent wieder in den Landtag einziehen, nachdem sie 2023 mit nur 1,5 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Die SPD bleibt mit 7 Prozent schwach und liegt damit unter ihrem Wert von 8,4 Prozent aus dem Jahr 2023.
Sowohl die FDP als auch die BSW liegen bei 2 Prozent und haben damit kaum realistische Chancen auf einen Einzug ins Parlament.
Die Umfrage zeigt ein zersplittertes politisches Bild in Bayern. Die Koalition aus CSU und Freien Wählern behält zwar die Mehrheit, muss aber Verluste hinnehmen. Kleinere Parteien – mit Ausnahme der AfD – tun sich schwer, an Unterstützung zu gewinnen, während die Linke kurz vor der Rückkehr in den Landtag steht.






