Bayern duldet skandalöses Gehwegparken – trotz klarer Verbote und Gefahren für Fußgänger
Klaas BarthParken auf Gehwegen oft geduldet in Bayern - Bayern duldet skandalöses Gehwegparken – trotz klarer Verbote und Gefahren für Fußgänger
Gewegparken bleibt in Bayern ein flächendeckendes Problem – obwohl es in den meisten Fällen illegal ist. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bezeichnet die anhaltende Duldung dieser Praxis als "skandalös" und warnt, dass dadurch Fußgängerinnen und Fußgänger gefährdet werden. Zwar unterscheiden sich die Vorschriften je nach Stadt, doch nur wenige haben ein vollständiges Verbot durchgesetzt.
Nach deutschem Recht ist das Parken auf Gehwegen grundsätzlich verboten, sofern kein Schild es ausdrücklich erlaubt. Dennoch sehen viele bayerische Städte weiterhin weg. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont, dass dies nicht nur Menschen in Gefahr bringe, sondern auch gegen geltendes Recht verstoße.
Die Städte handhaben die Regelungen unterschiedlich: Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg erlauben das Gehwegparken, sofern mindestens 1,5 Meter Platz für Fußgänger bleiben. Fürth gestattet nur 1,3 Meter, während Erlangen 1,8 Meter vorschreibt. Regensburg und Würzburg heben sich als einzige bayerische Städte hervor, die die Praxis komplett verboten haben.
Fachleute fordern Mindestbreiten von 2,5 Metern für Gehwege, um eine sichere Passage für alle zu gewährleisten. München hat zwar angekündigt, künftig härter gegen illegales Parken vorzugehen, steht aber wegen seiner bisherigen Nachsicht in der Kritik. Trotz der Einschränkungen parken Autofahrer in Bayern weiterhin häufig auf Gehwegen – oft ohne Konsequenzen.
Die Diskussion um das Gehwegparken offenbart die uneinheitliche Umsetzung der Vorschriften in Bayern. Während einige Städte Teilregelungen beibehalten, setzen andere auf strengere Maßnahmen. Die Kritik der DUH unterstreicht die Notwendigkeit klarer Regelungen, um Fußgänger zu schützen und das Recht durchzusetzen.






