Apotheken-Protest am 23. März: Warum viele Filialen geschlossen bleiben
Claudius StadelmannApotheken-Protest am 23. März: Warum viele Filialen geschlossen bleiben
Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Protesttag am 23. März vor
Die von Apothekeninhabern und Apothekerverbänden organisierte Aktion wird dazu führen, dass einige Apotheken an diesem Tag ihre Türen schließen. Die Entscheidung, ob geschlossen wird, liegt jedoch allein bei der jeweiligen Geschäftsführung.
Ziel des Protests ist es, Druck auf die Politik auszuüben, um die zugesagten Gebührenerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Die beteiligten Mitarbeiter erhalten dennoch ihr reguläres Gehalt, da das rechtliche Prinzip des Annahmeverzugs ihre Löhne selbst bei Schließung der Apotheke schützt. Arbeitgeber dürfen die Angestellten zwar nicht zwingen, ausgefallene Stunden nachzuarbeiten, können ihnen aber Aufgaben zuweisen, die auch während der Schließung erledigt werden können.
Anders als bei einem klassischen Streik handelt es sich bei dieser Aktion nicht um einen Arbeitskampf im Sinne des Arbeitsrechts. Das bedeutet auch, dass die Geschäftsführung Mitarbeiter nicht verpflichten kann, an Kundgebungen oder Demonstrationen teilzunehmen, falls die Apotheke schließt. Patienten, die dringend Medikamente benötigen, werden weiterhin über den apothekerlichen Notdienst versorgt.
In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München sind Kundgebungen und Demonstrationen geplant. Entscheidet sich die Leitung einer Apotheke jedoch gegen eine Teilnahme, bleibt der Betrieb an diesem Tag wie gewohnt geöffnet.
Der Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Apothekenbranche in Sachen Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Während einige Apotheken schließen werden, bleibt es anderen überlassen, ob sie ihren Kunden wie gewohnt zur Verfügung stehen. Ob die Aktion Erfolg hat, hängt davon ab, ob die Politik auf die Forderungen der Branche reagiert.






