30 April 2026, 00:31

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf zu Boykottaufruf – eine Spirale der Ausgrenzung

Alte deutsche Zeitung "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873 mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung, die sich unterhalten, und deutscher Text, der das Ereignis wahrscheinlich beschreibt.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf zu Boykottaufruf – eine Spirale der Ausgrenzung

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, wurden Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau aus dem Gaffel Haus gewiesen. Die Entscheidung des Lokals folgte einer Reihe von Ausschlüssen, die das Trio aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit trafen.

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Erste Anzeichen für die wachsenden Spannungen zeigten sich bereits Ende Februar. Die Friedrich Pustet Druckerei brach die Zusammenarbeit mit dem Castrum Verlag ab und strich die geplante Veröffentlichung eines Buches von Maximilian Krah wegen dessen AfD-Mitgliedschaft. Im März zog dann die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an Krah zurück, dort seinen Roman Die Reise nach Europa zu präsentieren.

Am 14. April besuchten die drei Politiker das Gaffel Haus in Berlin. Zunächst wurde nur Krah und Rau aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Als Janich nach dem Grund für die Aufforderung fragte, wurde auch er hinausgewiesen. Nach dem Vorfall rief Krah seine Anhänger dazu auf, die Kneipe zu boykottieren, und argumentierte, dass öffentlicher Druck deren Geschäft beeinträchtigen könnte.

Der Rauswurf aus dem Gaffel Haus ist nur der jüngste Fall in einer Serie von Ausschlüssen, die AfD-Mitglieder betreffen. Sowohl kulturelle als auch kommerzielle Einrichtungen distanzieren sich zunehmend von der Partei. Die Politiker sehen sich nun mit eingeschränktem Zugang zu öffentlichen Plattformen konfrontiert – eine direkte Folge ihrer politischen Verankerung.

Quelle