Abschied mit Hoffnung: Shermin Langhoffs Ära am Gorki-Theater endet
Franka KallertAbschied mit Hoffnung: Shermin Langhoffs Ära am Gorki-Theater endet
Ein Abschiedsabend am Maxim-Gorki-Theater markierte einen Wechsel in der künstlerischen Ausrichtung. Unter einem graublauen Abendhimmel, mit den historischen Gebäuden im Hintergrund, fand die Veranstaltung statt – eine Würdigung der Ära der scheidenden Intendantin Shermin Langhoff.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan performte. Später sang Jonas Dassler das Fledermaus-Aussterbelied. Es folgte ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen, bevor die Feier mit einer Party ihren Abschluss fand.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Diese bedankte sich stattdessen mit kurzen, prägnanten Worten – statt einer langen Ansprache. Die zentrale Botschaft des Abends unterstrich den festen Platz des postmigrantischen Theaters im kulturellen Kanon.
Trotz des symbolischen Endes einer Ära lag eine hoffnungsvolle Stimmung in der Luft: „Es lebe das Gorki!“ Der Abschiedsabend vereinte Musik, Reden und Feierlichkeiten. Er markierte das Ende von Langhoffs Amtszeit, bestärkte aber zugleich den anhaltenden Einfluss des Gorki-Theaters. Nun steht die Zukunft des Hauses bevor.
