23 April 2026, 00:21

40 Jahre Jüdisches Museum Augsburg: Ein Ort des Gedenkens und der Widerstandsfähigkeit

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Synagoge in Hamburg, Deutschland, umgeben von Bäumen und einem Zaun mit einigen Menschen davor.

Museum in Historischer Synagoge Feiert Jubiläum - 40 Jahre Jüdisches Museum Augsburg: Ein Ort des Gedenkens und der Widerstandsfähigkeit

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben feiert 2025 sein 40-jähriges Bestehen

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben blickt 2025 auf sein 40-jähriges Jubiläum zurück. Gegründet im Zuge der Wiederherstellung der prächtigen Augsburger Synagoge, bewahrt das Museum ein Gebäude, das dank eines glücklichen Zufalls der Zerstörung durch die Nationalsozialisten entging. Bei einer festlichen Veranstaltung an diesem Mittwoch werden prominente Gäste erwartet, darunter der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Die Synagoge, die im Mittelpunkt der Museumsgeschichte steht, wurde 1917 im Stil des Jugendstils mit byzantinischen und orientalischen Elementen eröffnet. Während der Novemberpogrome 1938 entging sie nur knapp der Zerstörung, weil Feuerwehrleute sich weigerten, sie niederzubrennen – aus Sorge, die Flammen könnten auf eine benachbarte Tankstelle übergreifen. Später wurde das Museum gegründet, um jüdische Geschichte, Verfolgung und Kultur zu dokumentieren.

Heute umfasst die Sammlung rituelle Gegenstände, Alltagsgegenstände sowie Zeugnisse jüdischen Lebens während der NS-Zeit. Seit 2014 existiert eine zweite Abteilung in der ehemaligen Synagoge von Kriegshaber. Künftige Ausstellungen werden sich mit der Wiederbelebung jüdischer Gemeinden seit den 1960er-Jahren und der Einwanderungswelle aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er-Jahren befassen.

Die Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch bringt Vertreter aus Politik und Gemeinschaft zusammen. Die Teilnahme von Söder und Schuster unterstreicht die Bedeutung des Museums als Ort des Gedenkens und des Dialogs.

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Die 40-jährige Geschichte des Museums spiegelt sowohl die Widerstandsfähigkeit des jüdischen Erbes als auch seine fortwährende Erneuerung wider. Mit Plänen, den Fokus auf das jüdische Leben nach 1945 auszuweiten, bleibt die Einrichtung eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Feierlichkeiten in dieser Woche werden ihre anhaltende Bedeutung für Augsburg und darüber hinaus hervorheben.

Quelle