19 April 2026, 06:17

12-jähriger Schiedsrichter nach Todesdrohung in Tränen – BFV ermittelt

Ein Schiedsrichter spricht mit einem Fußballspieler auf dem Feld, während andere in der Nähe stehen, mit einem Hintergrund, der ein Schild, Stühle und eine Treppe zeigt.

Todesdrohung gegen 12-Jährigen Schiedsrichter? Verband untersucht - 12-jähriger Schiedsrichter nach Todesdrohung in Tränen – BFV ermittelt

12-jähriger Schiedsrichter erhält Todesdrohung nach U14-Fußballspiel in Altenerding

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Nach der Leitung eines Spiels der U14 in Altenerding hat ein 12-jähriger Schiedsrichter eine Todesdrohung erhalten. Der Vorfall, bei dem es zu verbalen Angriffen und Einschüchterungen kam, wird nun vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) untersucht. Der junge Unparteiische soll bei der Drohung am Schlusspfiff in Tränen ausgebrochen sein.

Das Spiel fand zwischen zwei lokalen Jugendmannschaften statt, wobei der Schiedsrichter während der gesamten Partie wiederholt beschimpft wurde. Augenzeugen zufolge soll auch der Trainer der gegnerischen Mannschaft den jungen Unparteiischen beleidigt haben. Nach dem Spiel soll ein Spieler der SG FC Fraunberg gerufen haben: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags gar nicht erst – nach der Schule bist du tot."

Die Schiedsrichtergruppe Erding meldete die Drohung in den sozialen Medien und bestätigte, dass mehrere Zeugen die Äußerung gehört hätten. Der BFV hat den beteiligten Spieler vorläufig gesperrt und fordert nun Aussagen von Anwesenden an. Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, wies auf eine besorgniserregende Zunahme von Respektlosigkeit gegenüber jungen Schiedsrichter:innen in den letzten Monaten hin.

Der BFV betonte erneut seine Null-Toleranz-Politik bei derartigen Vorfällen. Die Schiedsrichtergruppe hat zudem Kontakt zum jungen Unparteiischen aufgenommen, um Unterstützung anzubieten, während der Verband dem Schiedsrichter während der Ermittlungen volle Rückendeckung zusicherte.

Die Untersuchungen des BFV laufen noch; gegen die Verantwortlichen könnten disziplinarische Maßnahmen ergriffen werden. Der gesperrte Spieler bleibt bis auf Weiteres von Wettkämpfen ausgeschlossen. Behörden und Verbände unterstreichen die Dringlichkeit, junge Schiedsrichter:innen im Amateurfußball besser vor Übergriffen zu schützen.

Quelle