13 March 2026, 18:21

Wasserstoffbranche zwischen Rekordumsätzen und fallenden Aktienkursen

Ein elegantes, modernes Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug mit glänzender schwarzer Lackierung, beschriftete Teile einschließlich Batterie und Kraftstofftank, vor einem hellgelben Hintergrund.

Wasserstoffbranche zwischen Rekordumsätzen und fallenden Aktienkursen

Die Wasserstoff-Brennstoffzellenbranche steht vor neuer Unsicherheit, nachdem wichtige Akteure gemischte Finanzergebnisse vorgelegt haben. Zwar gab es in einigen Bereichen beeindruckende Umsatzsteigerungen, doch schwache Auftragseingänge und sinkende Aktienkurse sorgen für Besorgnis. Unterdessen bleibt BMW dem wasserstoffbetriebenen Fahrzeugbau treu und sichert sich erhebliche Subventionen für künftige Projekte.

Ballard Power verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatzsprung von 120 Prozent und übertraf damit die Prognosen. Dennoch schrieb das Unternehmen weiterhin Verluste. Die Neuaufträge beliefen sich lediglich auf 19 Millionen US-Dollar, wodurch der Auftragsbestand um 9 Prozent auf 132,8 Millionen US-Dollar schrumpfte. Die Anleger reagierten prompt: Die Aktie verlor am Donnerstag 7 Prozent und weitere 10 Prozent im frühen Freitagshandel – ein Einmonatstiefstand.

Auch der norwegische Konzern Nel ASA hatte mit Rückschlägen zu kämpfen: Die Aktie fiel um 3,6 Prozent auf 0,207 Euro. Damit rückt sie näher an die kritische Unterstützungsmarke von 0,20 Euro heran, während das Allzeittief von 0,17 Euro in Reichweite kommt. Die generelle Skepsis gegenüber der Profitabilität von Wasserstoff belastet die Branche weiterhin.

Doch der Markt ist seit 2020 rasant gewachsen – von 1,8 Milliarden US-Dollar auf voraussichtlich über 5 Milliarden US-Dollar bis 2025. Staatliche Fördergelder und technologische Fortschritte haben die Nachfrage befeuert, insbesondere in den Bereichen Transport, Stromerzeugung und Industrie. BMWs Subvention in Höhe von 273 Millionen Euro für ein wasserstoffbetriebenes X5-Modell, das bis 2028 auf den Markt kommen soll, unterstreicht das anhaltende Vertrauen der Industrie in diese Technologie.

Die Wasserstoffbranche präsentiert sich damit gespalten: Starke Umsatzzuwächse bei einigen Unternehmen stehen schwachen Aufträgen und fallenden Aktienkursen gegenüber. BMWs langfristiges Engagement deutet auf anhaltende Branchenunterstützung hin, doch bei den Anlegern bleiben Zweifel an der kurzfristigen Rentabilität bestehen.

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