Warum Personalverantwortliche mit Mitarbeiterbenefits hadern – und was sie ändern wollen
Claudius StadelmannWarum Personalverantwortliche mit Mitarbeiterbenefits hadern – und was sie ändern wollen
Eine neue Studie zeigt: Die meisten Personalverantwortlichen kämpfen mit der Komplexität des Marktes für Mitarbeiterleistungen. Die Unternehmensberatung Roland Berger hat dafür die bisher größte Analyse dieser Art in Deutschland durchgeführt und dabei über 1.700 Teilnehmende befragt – vor allem Entscheidungsträger aus dem Personalwesen.
Die Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Personalmanager und führenden Anbietern von Mitarbeiterbenefits entstand, deckt zentrale Herausforderungen auf. So empfinden mehr als 80 Prozent der Personalverantwortlichen den Markt als intransparent, und 82 Prozent geben an, dass die Auswahl unter den Anbietern schwierig ist. Zudem bestehen Wissenslücken: 27 Prozent kennen die Steuerbefreiungen für Gesundheitsförderung nicht, 15 Prozent sind mit Gehaltsumwandlungsmodellen nicht vertraut, und fünf Prozent nutzen steuerbegünstigte Sachleistungen gar nicht.
Aktuell bieten Unternehmen ihren Beschäftigten im Schnitt 6,6 Leistungen an. Fast 90 Prozent der Personalexpert:innen bevorzugen jedoch fünf bis zehn maßgeschneiderte Zusatzleistungen. Eine Ausweitung ist geplant: Bis 2025 wollen Firmen durchschnittlich 1,4 neue Benefits einführen. Besonders der Energiesektor treibt diese Entwicklung voran – hier sind im Schnitt 1,9 zusätzliche Angebote vorgesehen.
Die Ziele hinter dem Ausbau der Leistungen sind klar: Unternehmen wollen die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit steigern (89 Prozent), die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern (79 Prozent) und das Wohlbefinden fördern (77 Prozent).
Die vollständige Studie steht online zum Download bereit. Sie bietet einen detaillierten Einblick in den aktuellen Stand und die Zukunftspläne von Mitarbeiterbenefits in Deutschland. Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf individuell zugeschnittene Leistungen, um den Bedürfnissen der Belegschaft und regulatorischen Chancen gerecht zu werden.
