Warum Berlins Rolltreppen-Regel für Streit zwischen Hektik und Gelassenheit sorgt
Franka KallertWarum Berlins Rolltreppen-Regel für Streit zwischen Hektik und Gelassenheit sorgt
Berlins Rolltreppen folgen einer ungeschriebenen Regel: rechts stehen, links gehen. Dieses System sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft – zumindest für diejenigen, die es eilig haben. Doch nicht alle halten sich daran, und das kann zu Frust führen.
Die Rolltreppe ist mehr als nur eine bewegliche Treppe – sie ist Teil des städtischen Verkehrsnetzes. Für viele ist sie ein Ort, um Zeit zu sparen, nicht um zu verweilen. Und doch stellen sich manche auf die linke Seite, blockieren die „Überholspur“ und bremsen diejenigen aus, die hinter ihnen unterwegs sind.
Der Autor sieht in diesen Linksstehern einen Zusammenstoß der Einstellungen: Hektik trifft auf Gleichgültigkeit. In einer Stadt, in der Zeit wie eine inoffizielle Währung wirkt, zählt jede Sekunde. Wer die Regel ignoriert, bremst nicht nur den Fluss – er stört den Rhythmus des Alltags.
Es geht dabei nicht nur um Bequemlichkeit, sondern um Respekt vor dem gemeinsamen Raum. Linkssteher zwingen andere, sich um sie herumzuschlängeln oder zu warten, was unnötige Verzögerungen verursacht. Für diejenigen, die auf Effizienz angewiesen sind, kann diese kleine Geste wie ein großes Hindernis wirken.






