13 March 2026, 02:17

WACKER Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch 2026 keimt Hoffnung

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen in den USA zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

WACKER Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch 2026 keimt Hoffnung

WACKER Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro und einem deutlichen Gewinnrückgang. Das Unternehmen führt die finanziellen Probleme auf schwache Nachfrage, hohe Energiekosten und starken Wettbewerb zurück. Dennoch blickt es optimistisch auf das Jahr 2026 – insbesondere im Polysilizium-Geschäft.

Der Umsatz des Chemiekonzerns sank 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Noch stärker fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren geringere Absatzmengen, sinkende Preise, ungenutzte Produktionskapazitäten sowie weiterhin hohe Energiekosten in Deutschland.

Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben das Unternehmen in einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro für das Jahr. Folglich wird für 2025 keine Dividende vorgeschlagen. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel verwies auf branchenweite Herausforderungen, darunter schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und den Aufstieg neuer Wettbewerber.

Als Reaktion startete WACKER im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE, das jährliche Kosten um über 300 Millionen Euro senken und weltweit mehr als 1.500 Arbeitsplätze abbauen soll. Trotz dieser Schwierigkeiten hat das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren seine Position im Polysilizium-Markt gestärkt.

Bis 2025 erweiterte WACKER seine Produktionskapazität auf über 100.000 Tonnen pro Jahr und profitierte dabei von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern. Dieses Wachstum ermöglichte es dem Konzern, Konkurrenten wie die Tokuyama Corporation – die aufgrund hoher Kosten Marktanteile verlor – oder OCI N.V. – die ihre Polysilizium-Produktion zurückfuhr – zu überflügeln. Branchenberichte von pv magazine und Unternehmensangaben deuten darauf hin, dass WACKER Anfang 2026 etwa 25 bis 30 Prozent des weltweiten Polysilizium-Marktes hält.

Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein niedriges einstelliges Umsatz- und EBITDA-Wachstum, mit Erwartungen zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro. Der Umsatz im ersten Quartal 2026 könnte bei etwa 1,35 Milliarden Euro liegen, während das EBITDA auf 140 bis 160 Millionen Euro steigen und damit die Vorjahreswerte übertreffen dürfte.

Die Ergebnisse von WACKER Chemie für 2025 spiegeln ein hartes Jahr für die Chemieindustrie wider – geprägt von Verlusten und Umstrukturierungsmaßnahmen. Doch die ausgeweitete Polysilizium-Kapazität und die Kostensenkungsprogramme ebnen den Weg für eine vorsichtig optimistische Prognose 2026. Die Konzentration auf Effizienz und Marktführerschaft in zentralen Segmenten wird die Performance des Unternehmens im kommenden Jahr prägen.

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