Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt steuerfreien 1.000-Euro-Bonus ab – und warnt vor Lohnkosten
Franka KallertTrigema-Erbin Bonita Grupp lehnt steuerfreien 1.000-Euro-Bonus ab – und warnt vor Lohnkosten
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den von der Regierung neu beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen. Sie warnte davor, dass steigende Lohnnebenkosten Unternehmen bald stark belasten könnten.
Die Modemanagerin kritisierte Politiker zudem scharf, weil diese mit öffentlichen Geldern Anreize finanzierten, statt aus eigener Tasche zu zahlen – und damit falsche Hoffnungen weckten. Grupp äußerte Skepsis gegenüber dem steuerfreien Bonus und argumentierte, solche Maßnahmen würden unrealistische Erwartungen schaffen. Sie stellte infrage, ob die Politik auf Dauer tragfähig sei, angesichts der ohnehin angespannten Finanzlage vieler Unternehmen.
Bei Steuerreformen zeigte sie sich hingegen kompromissbereit. Zwar könne sie sich eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes vorstellen, doch müsse eine solche Anpassung mit Entlastungen in anderen Bereichen einhergehen. Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen den Bonus an die Mitarbeiter auszahlen wird.
Ihr Hauptanliegen bleibt die wachsende Belastung durch Lohnnebenkosten. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen, so ihre Warnung, könnten diese für Arbeitgeber bald nicht mehr zu stemmen sein. Die Trigema-Erbin hat klar Position bezogen: Steuerfreie Boni verzerrten die Erwartungen, und höhere Kosten könnten die Wirtschaft belasten. Jede Steuererhöhung, so Grupp, müsse durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden.
Eine endgültige Entscheidung Trigemas über den Bonus steht noch aus.






