"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Tempo und Emotionen
Klaas Barth"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Tempo und Emotionen
Eine neue inklusive Tanzperformance sorgt für Furore – mit einer frischen Perspektive auf Bewegung und Zusammengehörigkeit.The Wheelie Show vereint Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen in einer visuell beeindruckenden Produktion. Die Bühne verwandelt sich in einen verspielt überladenen Raum voller rollender Objekte und bildet so den Rahmen für eine erfinderische Erforschung von Tempo und Verbindung.
Die Performance entstand im Rahmen von Rolling Good Times, einem Tanzkurs unter der Leitung der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Sechs Monate lang probten, experimentierten und gestalteten die sechs Darsteller:innen das Stück gemeinsam. Die Hälfte des Ensembles gleitet auf Rollschuhen über die Bühne, die andere Hälfte bewegt sich im Rollstuhl – daraus entstehen dynamische Duette, die Anmut und Kreativität verbinden.
Noch vor Beginn der Vorstellung hört das Publikum Fragmente der Gedanken der Tänzer:innen über das Verlangsamen und die Akzeptanz von Stille. Diese Reflexionen stehen im Kontrast zur anschließenden hochenergetischen Aufführung. Die Kostüme lassen sich von Motorsport, Radrennen und der Formel 1 inspirieren und unterstreichen so das Thema Tempo – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne.
Die Bühne erinnert an ein unaufgeräumtes Kinderzimmer, übersät mit rollenden Requisiten, mit denen die Tänzer:innen interagieren. Die Performance wechselt zwischen ruhigen, künstlerischen Momenten und plötzlichen Ausbrüchen hektischer Energie – und hält das Publikum so gefangen. Sportliche Anspielungen durchziehen die Choreografie und fügen der Show eine verspielt-nachdenkliche Ebene hinzu.
The Wheelie Show stellt mit ihrem innovativen Ansatz gängige Vorstellungen von Bewegung und Fähigkeit infrage. Durch die Kombination von Rollschuhen, Rollstühlen sowie dramatischen und unterhaltsamen Sequenzen bietet die Performance eine frische Sicht auf das Tempo des modernen Lebens. Das Publikum verlässt den Saal mit einem neuen Verständnis für die Kunst des inklusiven Tanzes.






