23 May 2026, 22:21

Solaranlagenbesitzer kämpfen mit Rekordverlusten durch negative Strompreise 2025

Sonnen hält intelligente Steuerung für entscheidend, um die Rentabilität von privaten Photovoltaik-Speicher-Kombinationen aufrechtzuerhalten

Solaranlagenbesitzer kämpfen mit Rekordverlusten durch negative Strompreise 2025

Deutsche Haushalte mit Solaranlagen stehen vor wachsenden finanziellen Herausforderungen, da negative Strompreise immer häufiger auftreten. Im Jahr 2023 hielten diese Phasen insgesamt 460 Stunden an und minderten die Einspeisevergütungen für Haushalte ohne intelligente Zähler um 25 Prozent. 2025 hat sich die Lage weiter verschärft: Allein in den ersten sechs Monaten wurden bereits fast 390 Stunden mit negativen Preisen registriert.

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Ursache des Problems ist das Solargipfel-Gesetz, das keine garantierten Einspeisevergütungen mehr vorsieht, sobald die Großhandelspreise ins Minus rutschen. Ohne intelligente Steuerung oder alternative Strategien könnten betroffene Haushalte jährliche Verluste von über 40 Prozent erleiden.

Das Solargipfel-Gesetz, das in Deutschland eingeführt wurde, hat die Einspeisevergütungen für neue Photovoltaik(PV)-Anlagen während Phasen negativer Großhandelspreise gestrichen. Diese Änderung trifft die Einnahmen von Solaranlagenbetreibern besonders hart – vor allem jene ohne intelligente Zähler. 2023 dauerte die Phase negativer Preise 460 Stunden und reduzierte die Erträge von Haushalten mit einer 10-Kilowatt-Anlage um ein Viertel.

2025 hat sich die Situation zugespitzt: Die Daten zeigen, dass es allein im ersten Halbjahr bereits 390 Stunden mit negativen Preisen gab. Prognosen deuten auf insgesamt 780 Stunden bis Dezember hin. Betreiber müssen nun mit längeren Amortisationszeiten rechnen, da entgangene Vergütungen während negativer Preise erst am Ende der 20-jährigen EEG-Förderlaufzeit – vorausgesetzt, intelligente Zähler sind installiert – ausgeglichen werden.

Haushalte mit intelligenten Zählern haben mehr Spielraum: Sie können überschüssigen Solarstrom für die Ladung von Elektrofahrzeugen nutzen oder an virtuellen Kraftwerken teilnehmen und auf Marktsignale reagieren. Unternehmen wie Sonnen raten zu Investitionen in intelligente Speicher- und Verteilungstechnologien, um die Rentabilität zu sichern. Durch das Speichern von Strom in Phasen negativer Preise und den späteren Verkauf oder Handel auf Intraday-Märkten lassen sich Verluste ausgleichen.

Branchenverbände wie der ZVEH fordern klarere Regelungen zur Abregelung von PV-Anlagen im Rahmen des neuen Gesetzes. Ohne Anpassungen drohen vielen Solaranlagenbetreibern in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Einbußen.

Die Änderung der deutschen Solarförderpolitik zwingt Haushalte zu einem intelligenteren Energiemanagement. Wer weder über smarte Zähler noch über alternative Strategien verfügt, muss mit jährlichen Einnahmeeinbußen von über 40 Prozent rechnen. Betreiber mit intelligenten Systemen können Verluste hingegen abfedern, indem sie Energie speichern oder auf flexiblen Märkten handeln.

Der Trend zu immer mehr Stunden mit negativen Preisen hält ungebremst an. Mit voraussichtlich 780 Stunden im Jahr 2025 wird der finanzielle Druck auf Solaranlagenbesitzer weiter steigen – es sei denn, es kommen weitere Anpassungen.

Quelle