Söder wirbt für Merz als Kanzler – und warnt die Union vor Eliten-Politik
Franka KallertSöder wirbt für Merz als Kanzler – und warnt die Union vor Eliten-Politik
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich öffentlich für eine zweite Amtszeit von Friedrich Merz als Bundeskanzler ausgesprochen. Der CSU-Vorsitzende lobte Merz' Führungskraft und seine Fähigkeit, die anstehenden Reformen durchzusetzen. Gleichzeitig warnte Söder die Union davor, eine Politik zu betreiben, die den Eindruck erweckt, nur Eliten zu begünstigen.
Söder betonte die enge Zusammenarbeit zwischen CDU, CSU und SPD unter Merz' Führung und bezeichnete das Arbeitsverhältnis als produktiv und wirksam. Der bayerische Regierungschef unterstrich zudem die Verantwortung der Union, in ihrem Reformprogramm wirtschaftliche und soziale Prioritäten auszubalancieren.
Mit 70 Jahren hat Merz angedeutet, weiter in der Politik aktiv bleiben zu wollen, und verweist dabei auf die Langlebigkeit seines Vaters als Zeichen eigener Ausdauer. Söder wies Bedenken wegen des Alters zurück und erklärte, Merz bleibe eine schlagkräftige politische Gestalt. Seine Erfahrung als CDU-Chef werde für die kommenden Herausforderungen entscheidend sein, so Söder.
Trotz Spekulationen hat Merz das Kanzleramt nie innegehabt – seit 2021 wird es von Olaf Scholz geführt. Es gibt keine öffentlichen Hinweise auf breitere politische Unterstützung für Merz in dieser Position oder auf formelle Bewertungen seiner Reformpläne durch andere Bundesländer. Söders Rückendeckung signalisiert jedoch Vertrauen in Merz' künftigen Einfluss.
Söders Unterstützung festigt Merz' Stellung innerhalb der Union, auch wenn noch keine offizielle Kampagne gestartet wurde. Die Äußerungen des CSU-Chefs deuten darauf hin, dass Merz eine Schlüsselfigur in der deutschen Politik bleiben wird. Der Fokus liegt vorerst auf der Umsetzung von Politikinhalten – nicht auf Personaldebatten.






