Rote Bänke und Jubiläen: Aschaffenburg feiert den Internationalen Frauentag 2026 mit klarem Statement
Katarina OrtmannRote Bänke und Jubiläen: Aschaffenburg feiert den Internationalen Frauentag 2026 mit klarem Statement
Landkreis Aschaffenburg beging den Internationalen Frauentag 2026 mit einer Veranstaltungsreihe und einer neuen roten Bank in Großostheim
Die vom Gleichstellungsbüro organisierte Kampagne sollte auf die anhaltenden Kämpfe um Gleichberechtigung aufmerksam machen. Ein Höhepunkt war das 40-jährige Jubiläum des Aschaffenburger Frauenhörs, das am 20. März stattfand.
Die Aktionswoche "Rund um den Internationalen Frauentag" erstreckte sich über den gesamten März. Das Programm umfasste eine Vernissage, ein Benefizkonzert, eine Lesung, eine Filmdiskussion sowie einen feministischen Literaturabend. Letzterer, in Kooperation mit benachbarten Landkreisen und Städten veranstaltet, zog 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.
Das Gleichstellungsbüro beworb die Termine und Inhalte über soziale Medien. Gleichzeitig wurde im Ringheimer Bürgerpark die zehnte rote Bank aufgestellt. Die mittlerweile zehn Bänke im gesamten Landkreis dienen als sichtbare Mahnmale gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen. Jede Bank trägt Hilfsangebote und einen Aufruf zum Handeln.
Beim 40. Aschaffenburger Frauenhör blicken die Teilnehmenden auf vier Jahrzehnte engagierter Arbeit zurück. Die Gruppe bekräftigte ihr Bekenntnis zu Selbstbestimmung, einem Ende der Gewalt und voller Gleichberechtigung. Die Organisatorinnen würdigten zwar die Fortschritte seit Clara Zetkins Initiative zum ersten Internationalen Frauentag 1910, betonten jedoch, dass der Kampf noch nicht gewonnen sei.
Die Kampagne 2026 zeigte sowohl Errungenschaften als auch anhaltende Herausforderungen im Bereich der Frauenrechte auf. Die roten Bänke, die Veranstaltungen und das Frauenhör unterstrichen das Engagement des Landkreises gegen Gewalt und Ungerechtigkeit. Nähere Angaben zu den Standorten der Bänke – abgesehen von ihrer Platzierung in öffentlichen Parks – wurden nicht gemacht.






