Rassistische Vorfälle überschatten Sieg von 1860 München gegen Cottbus
Claudius StadelmannPolizei untersucht nach Rassismus-Skandal bei 'Löwen'-Spiel - Rassistische Vorfälle überschatten Sieg von 1860 München gegen Cottbus
Drittligaspiel zwischen TSV 1860 München und Energie Cottbus von zwei rassistischen Vorfällen überschattet
Ein Spiel der 3. Liga zwischen TSV 1860 München und Energie Cottbus wurde durch zwei getrennte rassistische Vorfälle belastet. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem ein Zuschauer einen Spieler rassistisch beleidigt und ein anderer den Hitlergruß gezeigt hatte. Die Partie endete mit einem 3:0-Heimsieg der Münchner, doch die Vorfälle warfen einen dunklen Schatten auf das Ergebnis.
Der erste Vorfall ereignete sich, als Justin Butler von TSV 1860 München von einem 36-jährigen Mann aus den Zuschauerreihen rassistisch beschimpft wurde. Schiedsrichter Konrad Oldhafer unterbrach das Spiel daraufhin für etwa zehn Minuten. Der Mann, der einen Blutalkoholspiegel von 1,4 Promille aufwies, wurde aus dem Stadion entfernt und den Behörden wegen des Verdachts der Beleidigung übergeben.
Butler äußerte sich später zu dem Erlebnis und beschrieb, wie die Beleidigungen ihn traurig und schockiert zurückgelassen hätten. Er betonte, dass Rassismus in der Gesellschaft keinen Platz habe.
Ein zweiter Vorfall passierte während desselben Spiels, als ein weiterer Zuschauer beim Zeigen des Hitlergrußes beobachtet wurde. Die Polizei untersucht nun beide Fälle im Rahmen ihrer laufenden Ermittlungen.
Trotz der Unterbrechungen sicherte sich TSV 1860 München einen 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus.
Die Behörden werten derzeit Beweismaterial zu beiden Vorfällen aus, darunter die rassistische Beleidigung und den Hitlergruß. Der Verein und Ligaverantwortliche haben noch keine weiteren Maßnahmen angekündigt. Das Spielergebnis bleibt zwar bestehen, doch die Ereignisse haben Sorgen über das Fanverhalten im deutschen Fußball aufgeworfen.






