15 April 2026, 10:17

Protest auf Bauernhof führt zum Rückzug von Ministerkandidat Felßner

Große Gruppe von Menschen marschiert mit Protestschildern und Transparenten die Straße entlang, mit Grünzeug auf der rechten Seite und einem Gebäude im Hintergrund.

Protest auf Bauernhof führt zum Rückzug von Ministerkandidat Felßner

Günther Felßner hat seine Kandidatur für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers zurückgezogen – ausgelöst durch eine Protestaktion auf seinem Bauernhof. Aktivist:innen der Gruppe Animal Rebellion hatten dort am 24. März 2025 demonstriert und seine politische Ausrichtung infrage gestellt. Felßner gab später an, der Vorfall habe ihn zu seinem Rückzug bewogen.

Die Aktion begann, als mehrere Demonstrant:innen auf das Dach von Felßners Rinderstall kletterten und ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Tierausbeuter als Landwirtschaftsminister" entrollten. Andere versammelten sich auf dem Hofgelände und hielten Schilder mit Parolen wie "Kein Lobbyist als Landwirtschaftsminister" oder "Kein Umweltverbrecher als Landwirtschaftsminister" hoch. Nach etwa zehn Minuten verließ die Gruppe den Ort wieder, ohne dass es zu Auseinandersetzungen kam.

Animal Rebellion wies Felßners Begründung zurück, er habe aus Sorge um die Sicherheit seiner Familie zurückgetreten. Die Organisation betonte, sie respektiere das Privatleben von Politiker:innen und richte ihre Proteste ausschließlich gegen deren berufliche Rolle. Gleichzeitig warf sie Felßner vor, gezielt Fehlinformationen zu Klimafragen und Artenvielfalt zu verbreiten und damit die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.

Felßner selbst bezeichnete die Aktion als "Angriff" auf sein Eigentum. Sein Rückzug erfolgte kurz nach der Demonstration, während Animal Rebellion darauf bestand, dass ihre Proteste gewaltfrei gewesen seien und sich allein gegen seine politische Haltung – nicht gegen seine Person – gerichtet hätten.

Mit Felßners Rücktritt bleibt die Position des Landwirtschaftsministers vorerst unbesetzt. Animal Rebellion setzt sich weiterhin für eine Politik ein, die mit ihrer Vision einer Welt ohne Tierausbeutung im Einklang steht. Die Gruppe kündigte an, künftig gezielt gegen Politiker:innen zu protestieren, deren Handeln ihren Zielen zuwiderläuft.

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