Privatbad in Seukendorf füllt Lücke nach Schließung öffentlicher Schwimmbäder
Claudius StadelmannPrivatbad in Seukendorf füllt Lücke nach Schließung öffentlicher Schwimmbäder
Privat betriebenes Schwimmbad soll in Seukendorf Lücke nach Schließungen schließen
Nach der Stilllegung von drei der vier städtischen Becken in Fürth entsteht in Seukendorf ein neues, privat betriebenes Schwimmbad. Die 45-jährige Ortsansässige Ann Emmrich-Böhm plant den Bau der Anlage direkt neben der Sporthalle des SV Seukendorf. Das Projekt soll die durch die Schließungen öffentlicher Bäder entstandene Versorgungslücke mit einem modernen, energieeffizienten Angebot für alle Altersgruppen füllen.
Emmrich-Böhm, die 2021 ihre Schwimmschule Swimmerfirst gründete, unterrichtet derzeit wöchentlich rund 80 Kinder. Angesichts des Mangels an öffentlichen Bädern entstand die Idee zur Swimmerfirst Academy – ein 20 mal 8 Meter großes Becken mit Wassertiefen von bis zu zwei Metern. Ergänzt wird das Angebot durch ein kleineres, beheiztes Therapiebecken für Senioren, Babys und Menschen mit Behinderungen.
Die Anlage wird auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern entstehen und liegt verkehrsgünstig in der Nähe einer Bushaltestelle. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt: Die Energieversorgung erfolgt über eine Biogasanlage in Horbach, zudem sind Photovoltaikmodule vorgesehen. Finanziert wird das Vorhaben aus Eigenmitteln Emmrich-Böhms, Bankkrediten und möglichen Fördergeldern, unterstützt durch die Fürther Steuerberatung Hübner & Hübner.
Kooperationen sind bereits vereinbart, darunter Babyschwimmkurse mit dem Wunderwerk Cadolzburg, einer örtlichen Hebammenpraxis. Landrat Bernd Obst regte an, das Bad künftig für den Schulschwimmunterricht anzumieten. Emmrich-Böhm betont, dass private Initiativen dort gefragt seien, wo öffentliche Einrichtungen an Grenzen stoßen.
Die Swimmerfirst Academy wird die lokale Sport- und Therapielandschaft deutlich bereichern. Durch ihr energieeffizientes Konzept und Partnerschaften mit Gesundheitseinrichtungen soll sie ein breites Publikum ansprechen. Bei reibungslosem Verlauf könnte das Projekt zum Vorbild für bürgerschaftliches Engagement in der Region werden.






