17 April 2026, 16:38

"Postkarten für den Iran": Wie Kunst Solidarität und Spenden schafft

Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, die Fotos des Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad während einer Kundgebung in Tehran hochhalten, einige tragen Brillen.

"Postkarten für den Iran": Wie Kunst Solidarität und Spenden schafft

Eine Gruppe von Fotograf:innen hat ein Projekt ins Leben gerufen, um die Menschen im Iran durch Kunst zu unterstützen. Unter dem Namen "Postkarten für den Iran" verkauft die Initiative limitierte Postkarten-Editionen, um Spenden zu sammeln und Aufmerksamkeit für die Situation im Land zu schaffen. Bereits wenige Tage nach dem Start übertrifft die Resonanz alle Erwartungen.

Der in Berlin lebende Fotograf Lenny Rothenberg startete die Kampagne gemeinsam mit 21 weiteren Künstler:innen. Ihr Ziel war klar: Mit Fotografie soll auf die Herausforderungen im Iran aufmerksam gemacht und gleichzeitig Geld für Bedürftige gesammelt werden. Jeder Postkartensatz kostet 22 Euro – der gesamte Erlös fließt in die Unterstützung iranischer Gemeinschaften.

Das Projekt fand schnell Anklang. Allein in den ersten Tagen wurden über 100 Sätze verkauft, die bereits ausverkauft sind. Die Organisator:innen streben nun an, diese Zahl in den kommenden Wochen mindestens zu verdoppeln.

Rothenberg arbeitet eng mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um sicherzustellen, dass die Gelder dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Die Fotografin Chiara Baluch, eine weitere Beteiligte, ist überzeugt, dass selbst kleine kreative Initiativen bedeutenden Wandel anstoßen können. Sie beschreibt das Projekt als eine Möglichkeit, Kunst in konkrete Hilfe umzuwandeln.

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Doch es geht nicht nur um Spenden: Rothenberg hofft, dass die Aktion auch die Vernetzung zwischen Künstler:innen und Aktivist:innen stärkt. Das übergeordnete Ziel der Kampagne ist es, durch gemeinsames kreatives Schaffen Solidarität zu fördern.

Bisher wurden im Rahmen von "Postkarten für den Iran" bereits mehr als 100 Sätze verkauft, doch die Reichweite soll weiter ausgebaut werden. Sämtliche Einnahmen kommen iranischen Gemeinschaften zugute – begleitet von der lokalen Amnesty-International-Gruppe. Die Fotograf:innen hinter der Kampagne sehen darin nicht nur eine Spendenaktion, sondern auch einen Schritt hin zu einer tieferen künstlerischen Zusammenarbeit.

Quelle