Plastic Manufacturing meldet Insolvenz an – 1.050 Arbeitsplätze in Gefahr
Katarina OrtmannAuto Supplier Plastic Manufacturing Insolvent - Plastic Manufacturing meldet Insolvenz an – 1.050 Arbeitsplätze in Gefahr
Deutscher Autozulieferer Plastic Manufacturing meldet Insolvenz an – 1.050 Jobs betroffen
Der deutsche Automobilzulieferer Plastic Manufacturing hat Insolvenz angemeldet, wodurch fast 1.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sind. Das Unternehmen, das Kunststoffteile für Fahrzeuge wie Kühlergrills und Lenkradverkleidungen herstellt, begründete den Schritt mit finanziellen Belastungen durch rückläufige Pkw-Absätze in Europa und stark gestiegene Materialkosten. Auch drei Tochtergesellschaften des Konzerns haben Insolvenzverfahren eingeleitet.
Von der Insolvenz betroffen sind die Hauptstandorte von Plastic Manufacturing in Diepersdorf, Oberlungwitz und Lüdenscheid. Rund 1.045 Beschäftigte an diesen Standorten stehen nun vor einer ungewissen Zukunft. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun bestellt.
Für die nächsten zwei Monate sind Löhne und Gehälter durch Insolvenzgeld abgesichert. Parallel arbeitet das Unternehmen daran, den Betrieb zu stabilisieren und mögliche Sanierungsoptionen zu prüfen. Die finanzielle Schieflage hat sich über Monate zugespitzt: Sinkende Neuzulassungen in Europa sowie explodierende Kosten für Rohstoffe und Energie drückten die Gewinnmargen zunehmend.
Plastic Manufacturing beliefert namhafte Automobilhersteller, wobei in den Insolvenzunterlagen keine konkreten Marken genannt werden. Der Zusammenbruch reiht sich in eine Branchenkrise ein, die bereits zwischen Januar und November 2025 zu 39 Insolvenzen unter Zulieferern geführt hat. Auch Konzerne wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche verzeichneten in diesem Jahr deutliche Gewinnrückgänge.
Im nun eingeleiteten Insolvenzverfahren steht die Zukunftssicherung des Unternehmens im Mittelpunkt – verbunden mit dem Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Die Beschäftigten erhalten vorerst für mindestens zwei Monate finanzielle Unterstützung. Ob die Sanierungsbemühungen in einem schwierigen Marktumfeld gelingen, bleibt abzuwarten.






