Panter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit mutigem Motto gegen Zensur
Franka KallertPanter-Preis 2026 ehrt Graswurzelmedien mit mutigem Motto gegen Zensur
Panter-Preis 2026 verkündet sein Motto: Unabhängig. Kritisch. Widerständig: Graswurzelmedien
Der Preis würdigt Projekte, die unterrepräsentierten Gemeinschaften eine Stimme verleihen. Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis startet im Juni nächsten Jahres.
Unter den Nominierten befinden sich langjährige unabhängige Medieninitiativen. „Der lichtblick“, Deutschlands einzige unzensierte Gefangenenzeitung, erscheint seit 1968. „Radio CORAX“, ein basisdemokratischer Sender, geht seit dem 1. Juli 2000 in Halle auf Sendung.
Weitere Anwärter sind „UnAufgefordert“, eine Studentenzeitung, die seit dem 17. November 1989 zweimonatlich in Print und online erscheint. „Radio Connection“, ein mobiles Studio in Berlin-Marzahn, produziert wöchentlich mehrsprachige Sendungen. „RUMS“, ein unabhängiges Medium in Münster, veröffentlicht einen mehrwöchentlich erscheinenden E-Mail-Newsletter.
Auch Medienbildung steht im Fokus: „nah:dran – Medien für alle“ veranstaltet Workshops für Jugendliche und veröffentlicht deren Arbeiten in einer Online-Mediathek. „Berndt Media Publishing“ gibt monatlich kostenlose Magazine zu lokaler Kultur und Kino im Rhein- und Ruhrgebiet heraus.
Vom 8. bis 27. Juni 2026 kann die Öffentlichkeit für ihr Lieblingsprojekt abstimmen. Die Preisträger werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit bekannt gegeben.
Die Verleihung des Panter-Preises findet im Museum der Arbeit in Hamburg statt. Die Veranstaltung fällt zusammen mit der jährlichen Woche der Pressefreiheit der Stadt. Die Organisatoren zeichen damit Medienprojekte aus, die Unabhängigkeit, kritisches Denken und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit fördern.






