17 March 2026, 10:17

Oberasbachs Zukunft: Zwei Finanzkonzepte ringen um die beste Strategie

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Reich und große Unternehmen weiter senken."

Oberasbachs Zukunft: Zwei Finanzkonzepte ringen um die beste Strategie

Oberasbachs finanzielle Zukunft steht im Mittelpunkt zweier konkurrierender Visionen, während die Stadt vor wichtigen Weichenstellungen steht. Sowohl Marco Haas von der CSU als auch Thomas Diebenbusch von den Grünen/Freien Wählern haben ihre Pläne vorgelegt, um Stabilität und Wachstum zu sichern. Beide Kandidaten präsentierten Strategien für die Haushaltsführung, die Unterstützung lokaler Unternehmen und die Verbesserung der Infrastruktur – nach fünf Jahren mit bescheidenen Überschüssen.

In den vergangenen fünf Jahren hat Oberasbach eine stabile Finanzlage gehalten. Steigende Steuereinnahmen, insbesondere aus der Gewerbesteuer, ermöglichten jährliche Investitionen von fünf bis sieben Millionen Euro in Projekte wie Schulmodernisierungen und digitale Aufrüstung. Dennoch sind sich beide Kandidaten einig: Nun ist sorgfältige Planung entscheidend, um künftige Haushaltslücken zu vermeiden.

Marco Haas schlägt einen strukturellen Umbau der Stadtfinanzen vor, mit klareren Prioritäten und klugeren Investitionsstrategien. Er will die interkommunale Zusammenarbeit stärken und die Digitalisierung vorantreiben, um Mittel für zukünftige Bedarfe freizusetzen. Zu seinen Plänen gehört auch die Entwicklung eines digitalen Einkaufszentrums, um lokale Betriebe zu fördern und neue Unternehmen anzuziehen. Zudem setzt Haas auf die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG), um kommunale Flächen zu erschließen – für kontrolliertes Wachstum bei gleichzeitiger Einnahmengenerierung.

Thomas Diebenbusch hingegen betont die Notwendigkeit eines strengen Konsolidierungskurses, um Oberasbachs finanzielle Handlungsfähigkeit wiederherzustellen. Sein Fokus liegt auf der Erfüllung verpflichtender Aufgaben, etwa dem Abschluss des offenen Ganztagsschulprogramms, der Infrastrukturmodernisierung und der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Um Kostenexplosionen bei Bauvorhaben zu verhindern, plädiert er für ein professionelles Projektmanagement durch Generalunternehmer und eine bessere Ausschöpfung vorhandener Fördermittel. Diebenbusch plant zudem, durch gezielte Gespräche direkt mit Unternehmen deren Bedürfnisse zu ermitteln und so die Wirtschaftsförderung voranzutreiben.

Beide Kandidaten wurden mit identischen Fragen konfrontiert, um einen fairen Vergleich ihrer Ansätze zu ermöglichen.

Die nächsten Schritte Oberasbachs hängen davon ab, welche Finanzstrategie Unterstützung findet. Haas' Konzept setzt auf strukturelle Reformen, Digitalisierung und gesteuerte Stadterweiterung. Diebenbuschs Ansatz priorisiert Pflichtaufgaben, Kostendisziplin und direkten Austausch mit der Wirtschaft. Wie die Stadt diese Prioritäten in Einklang bringt, wird ihre wirtschaftliche und soziale Zukunft prägen.

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