Nürnberger Gericht verurteilt Unternehmerin wegen jahrelangem Lohnbetrug und Sozialversicherungsbetrug
Franka KallertNürnberger Gericht verurteilt Unternehmerin wegen jahrelangem Lohnbetrug und Sozialversicherungsbetrug
Ein Nürnberger Amtsgericht hat die Inhaberin eines Telekommunikationsdienstleisters aus Mittelfranken wegen Lohnbetrugs und Untreue zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt. Das Urteil folgt auf ein über fünf Jahre andauerndes System, bei dem sie Mitarbeiterlöhne einbehielt und Sozialversicherungsbeiträge vorenthielt. Die Entscheidung ist nun rechtskräftig.
Die Angeklagte, die zugleich Geschäftsführerin eines zweiten Unternehmens war, wurde in 193 Fällen schuldig gesprochen. Über einen Zeitraum von einem halben Jahrzehnt hielt sie systematisch Löhne von Beschäftigten zurück und meldete diese nicht bei der Sozialversicherung an. Durch diesen Betrug entstanden ausstehende Beitragszahlungen in Höhe von rund 59.000 Euro.
Um das System zu verschleiern, behauptete sie fälschlicherweise, einige Mitarbeiter hätten zusätzliche geringfügige Nebenjobs bei dem Telekommunikationsunternehmen ausgeübt. Das Gericht verhängte eine Strafe von 360 Tagessätzen à 50 Euro. Ermittlungen ergaben, dass durch Lohnaufspaltung das tatsächliche Einkommen verschleiert und so Beitragspflichten umgangen wurden.
Der rechtskräftige Richterspruch bestätigt die Geldstrafe von 18.000 Euro für die Unternehmerin. Durch ihr Handeln entstanden den Sozialversicherungsträgern Verluste in Höhe von etwa 59.000 Euro. Der Fall zeigt die Folgen langjährigen Lohnbetrugs und vorenthaltener Sozialabgaben auf.






