Neues Besuchermanagement soll Oktoberfest vor Überfüllung schützen
Deutsches Startup schlägt neues System für Besuchermanagement auf dem Oktoberfest vor
Ein deutsches Startup hat ein neues System zur Echtzeitüberwachung von Besucherstromen auf dem Oktoberfest vorgeschlagen, um Überfüllungen zu vermeiden – wie sie kürzlich zu einer vorübergehenden Schließung wegen übermäßigen Andrangs geführt hatten. Die von dataMatters entwickelte Technologie soll durch anonyme Bewegungserfassung die Sicherheit und den Besucherverkehr während des Festes verbessern.
Erst am vergangenen Sonntag hatten die Veranstalter des Oktoberfests den Zutritt vorübergehend sperren müssen, nachdem die Nachfrage die Kapazitäten bei Weitem überstiegen hatte. Die Sorge vor Massenpanik war ausschlaggebend für diese Entscheidung – ein deutlicher Hinweis auf den dringenden Bedarf an effizienterer Besuchersteuerung. Als Reaktion darauf schlägt dataMatters vor, Bluetooth- und LiDAR-Sensoren rund um die Festzelte und Zugangswege zu installieren.
Die Sensoren würden Geräte der Besucher erfassen, ohne jedoch persönliche Daten zu sammeln. Stattdessen würden sie anonyme Bewegungsmuster registrieren und die Informationen an eine zentrale Steuerung weiterleiten. Diese Daten ließen sich dann nutzen, um Engpässe vorherzusagen und den Besucherstrom in Echtzeit anzupassen.
Das Startup setzt ähnliche Technologien bereits in anderen Städten ein, um Fußgängeraufkommen in öffentlichen Räumen zu analysieren. Das System ist Teil einer größeren Plattform, die darauf abzielt, Verkehr und Energieverbrauch in urbanen Gebieten zu optimieren. Noch unklar ist jedoch, wie die Umsetzung für das Oktoberfest 2026 genau aussehen soll – etwa, welcher Anbieter die Installation übernehmen wird.
Bei Erfolg könnte das System bereits im nächsten Jahr in München getestet werden, bevor es 2026 vollumfänglich eingesetzt wird. Der Vorschlag legt besonderen Wert auf anonyme Erfassung, um Datenschutzbedenken auszuräumen und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Durch die Analyse von Besucherströmen hoffen die Veranstalter, künftige Schließungen zu vermeiden und die Risiken auf dem Fest zu verringern. Die endgültigen Pläne – einschließlich der beteiligten Partner und der Logistik – stehen jedoch noch aus.






