Mütterrente III: Millionen Rentner erhalten 2028 mehr Geld durch Reform
Katarina OrtmannMütterrente III: Millionen Rentner erhalten 2028 mehr Geld durch Reform
Rund 10 Millionen Rentner in Deutschland könnten von der geplanten Mütterrente-III-Reform profitieren. Das Vorhaben soll jahrzehntelange Ungleichheiten bei der Anerkennung von Kindererziehungszeiten ausgleichen. Falls der Bundestag zustimmt, treten die Änderungen zum 1. Januar 2027 in Kraft, mit voraussichtlichen Auszahlungen ab 2028.
Das deutsche Mütterrente-System gewährt Eltern, die für die Kindererziehung berufliche Auszeiten genommen haben, Rentenansprüche. Aktuell erhalten Eltern von vor 1992 geborenen Kindern maximal 2,5 Erziehungsjahre pro Kind angerechnet. Bei Kindern, die 1992 oder später geboren wurden, sind es bereits bis zu drei Jahre.
Die Mütterrente III würde diesen dreijährigen Anspruch auf alle Eltern ausweiten – unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes. Damit soll eine seit Langem bestehende Ungerechtigkeit bei der Berücksichtigung von Erziehungszeiten in der Rentenberechnung behoben werden.
Die monatliche Auszahlung errechnet sich aus den angerechneten Rentenpunkten, multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, der im Juli 2024 bei 40,79 Euro liegt. Ein gesonderter Antrag für die erhöhte Leistung ist nicht nötig. Die Deutsche Rentenversicherung schätzt die jährlichen Kosten der Reform auf etwa fünf Milliarden Euro.
Der Start der Neuregelung ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen, doch könnten die ersten Zahlungen erst 2028 bei den Berechtigten eintreffen. Sobald umgesetzt, vereinheitlicht die Reform die Rentenanerkennung für alle Eltern und sorgt so für eine fairere Würdigung von Erziehungsleistungen. Von der Änderung dürften Millionen Rentner im ganzen Land betroffen sein.






