Münchner Bahngebäude werden zu Kunstwerken – mit VR und bayerischem Flair
Claudius StadelmannMünchner Bahngebäude werden zu Kunstwerken – mit VR und bayerischem Flair
Deutsche Bahn verwandelt Nutzgebäude im Münchner Osten mit großflächigen Graffiti-Kunstwerken
Insgesamt 26 Bauwerke im östlichen Stadtbezirk Münchens erhalten künstlerische Gestaltungen, die bayerische Wahrzeichen wie die Frauenkirche oder die Bavaria-Statuette zeigen. Mit dem Projekt verbindet das Unternehmen urbane Kunst mit dem Ziel, illegales Sprühen auf Bahnanlagen einzudämmen.
Hinter den farbenfrohen Entwürfen steht der Künstler Marcus Dörr, der jedes Wandbild zunächst mit einer VR-Brille plant, bevor er es umsetzt. Aus schlichten Bahngebäuden werden so auffällige Hommagen an Münchens Stadtsilhouette.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Graffiti-Vandalismus-Probleme bei der Deutschen Bahn. Allein 2024 registrierte das Unternehmen bundesweit rund 21.000 Fälle illegaler Sprühaktionen an Zügen und Infrastruktur. Die Beseitigung der Schäden kostet jährlich etwa zwölf Millionen Euro.
Um dem Problem zu begegnen, setzt die Bahn auf Präventionsprogramme und besucht Schulen, um Jugendliche über die Gefahren aufzuklären. Unbefugtes Sprühen in Bahnanlagen birgt erhebliche Risiken – von unter Strom stehenden Oberleitungen bis zu beweglichen Zügen. Zudem drohen den Tätern hohe Geldstrafen oder sogar Haftstrafen nach deutschem Recht.
Die neuen Kunstwerke im Münchner Osten erfüllen einen doppelten Zweck: Sie feiern die lokale Kultur und unterstreichen gleichzeitig die klare Haltung der Deutschen Bahn gegen illegale Graffiti. Das Unternehmen bleibt damit auf Kurs, künstlerische Projekte mit konsequenter Ahndung von Sachbeschädigungen zu verbinden.






