Ikonische Zeltdachkonstruktion im Münchner Olympiapark wird renoviert - Münchens Olympiadach wird für 298 Millionen Euro bis 2029 saniert
Münchens ikonisches Zeltdach im Olympiapark wird ab Mitte 2026 grundlegend saniert. Der Stadtrat hat dafür 298,4 Millionen Euro bewilligt – die Arbeiten sollen bis Ende 2029 dauern. Die unter Denkmalschutz stehende Konstruktion gilt als historisches Meisterwerk des Ingenieurbaus in Deutschland.
Bei der Sanierung wird das gesamte Dachsystem erneuert, darunter das Stahlseilnetz, die Tragkonstruktion sowie 78.700 Quadratmeter transparente Plexiglas-Verkleidung. Sämtliche Komponenten werden ausgetauscht, um die langfristige Stabilität zu gewährleisten.
Die Arbeiten beginnen über dem Olympiastadion, das bereits von Oktober 2023 bis Sommer 2028 für Sanierungsmaßnahmen geschlossen ist. Diese Phase passt sich in die bestehenden Instandhaltungspläne ein und hält Störungen so gering wie möglich.
Anders als andere Austragungsorte der Olympischen Spiele 1972 wird das Zeltdach mit modernster Digitaltechnik überwacht. Fischer SensorBolts messen in Echtzeit die Vorspannkräfte an kritischen Schraubverbindungen, sodass die strukturelle Integrität unter Wind-, Temperatur- und Schneelasten ferngesteuert beurteilt werden kann. Auch die integrierte Besucherplattform und die Seilrutsche werden mit dieser Technologie ausgestattet.
Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) betonte die weltweite Bekanntheit des Daches als Wahrzeichen Münchens. Sein filigranes Design, das sich über Stadion, Halle und Schwimmkomplex spannt, prägt bis heute das Stadtbild wie kaum ein anderes Bauwerk.
Das Projekt modernisiert die 50 Jahre alte Konstruktion, ohne ihren historischen Charakter zu beeinträchtigen. Die Echtzeit-Überwachung erhöht die Sicherheit und setzt neue Maßstäbe für den Denkmalschutz im Ingenieurbau. Die Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant.






