17 March 2026, 04:15

Münchens OB-Wahl: Reiter und Krause liefern sich sachlichen Schlagabtausch

Schwarze und weiße Karte von München, Deutschland, mit Straßennamen und Sehenswürdigkeiten auf einem dunklen Hintergrund.

OB Reiter wird nicht Zweiter Bürgermeister - Münchens OB-Wahl: Reiter und Krause liefern sich sachlichen Schlagabtausch

Münchens Oberbürgermeister-Wahl nimmt Konturen an – mit einer sachlichen, aber pointierten Debatte zwischen Amtsinhaber Dieter Reiter und Herausforderer Dominik Krause. Beide Kandidaten fanden in mehreren Fragen gemeinsame Positionen, doch bei den zentralen Themen Wohnen und Verkehrspolitik zeigten sich deutliche Unterschiede. Die Christlich-Soziale Union (CSU) der Stadt unterstützt Reiter bereits für eine dritte Amtszeit.

Der heutige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter kandidiert für eine weitere Amtszeit. Sein Gegenkandidat Dominik Krause hat ehrgeizige Ziele für den Fall eines Wahlsiegs gesetzt. Krause versprach 50.000 neue bezahlbare Wohnungen und schlug vor, leerstehende Bürogbäude umzuwidmen. Reiter hingegen zweifelte an der Umsetzbarkeit dieses Vorhabens.

Bei den Verkehrsplänen gerieten die beiden aneinander, insbesondere bei der Idee, das Tempolimit auf dem Mittleren Ring auf 30 km/h zu senken. Trotz der Meinungsverschiedenheiten blieb die Debatte respektvoll – beide betonten auch Übereinstimmungen in anderen Bereichen.

Krause signalisierte, dass er im Falle eines Sieges zunächst eine Fortsetzung der bestehenden Rathauskoalition mit Reiters SPD anstreben würde. Er ließ zudem offen, ob er als stellvertretender Bürgermeister im Amt bleiben würde, falls Reiter gewinnt, und lobte die gute Zusammenarbeit mit ihm. Reiter hingegen schloss aus, unter einer Führung Krauses zu dienen, sollte er selbst die Wahl verlieren. Zwar akzeptiere er das Wahlergebnis, eine Rolle in einer von Krause geführten Verwaltung komme für ihn jedoch nicht infrage.

Die Unterstützung der CSU gibt Reiter im Wahlkampf Rückenwind. Krauses Wohnungsbau- und Koalitionspläne setzen klare Akzente zwischen den beiden Bewerbern. Nun müssen die Wähler abwägen – das Ergebnis wird die künftige Führung Münchens prägen.

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