Münchens Christkindlmarkt fällt 2021 erneut der Pandemie zum Opfer
Münchens historischer Christkindlmarkt zum zweiten Mal in Folge abgesagt
Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Absage bekannt gegeben und dabei auf die steigenden COVID-19-Fallzahlen sowie die Belastung der Krankenhäuser verwiesen. Die Entscheidung folgt Bedenken, dass selbst strenge Zugangskontrollen eine weitere Ausbreitung des Virus nicht verhindern könnten.
Der Markt, einer der ältesten Deutschlands mit Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert, ist berühmt für seine Holzbuden, handbemalten Weihnachtsdekorationen und traditionelle Speisen. Jährlich zieht er Besucher aus aller Welt an. Die diesjährige Veranstaltung sollte vom 22. November 2021 bis zum 9. Januar 2022 stattfinden.
Die in Deutschland geltenden 2G- und 3G-Regelungen erlauben den Zutritt nur Geimpften, Genesenen oder Getesteten. Reiter argumentierte jedoch, dass selbst eine Öffnung unter 2G-Bedingungen das falsche Signal senden würde. Angesichts der extremen Belastung der Kliniken sei das Risiko einfach zu groß.
Die Absage trifft die lokalen Händler hart, die auf Weihnachtsmärkte als wichtige Einnahmequelle in der Vorweihnachtszeit angewiesen sind. Münchens Markt gilt als "Zielmarkt", der sowohl internationale Touristen als auch einheimische Besucher anlockt. Deutschland verzeichnet normalerweise über 2.000 solche Veranstaltungen, wobei der Nürnberger Christkindlesmarkt zu den bekanntesten zählt.
Damit bleibt München auch im zweiten Winter in Folge ohne sein ikonisches vorweihnachtliches Fest. Für die Händler fällt eine zentrale Einnahmequelle weg, während Besucher ihre Feierlichkeiten woanders suchen müssen. Die Behörden betonten, dass der Schutz der öffentlichen Gesundheit Vorrang vor der Tradition habe.






