Leroy Sanés Zukunft in der Nationalmannschaft bleibt nach Galatasaray-Wechsel umstritten
Katarina OrtmannLeroy Sanés Zukunft in der Nationalmannschaft bleibt nach Galatasaray-Wechsel umstritten
Die Diskussion über Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft hat sich seit seinem Wechsel zu Galatasaray weiter zugespitzt. Kritiker behaupten, der Transfer habe das Ende seiner Laufbahn im Nationalteam eingeläutet und finanziellen Interessen den Vorrang vor WM-Ambitionen eingeräumt. Die Debatte ist selbst nach dem jüngsten 7:1-Sieg Deutschlands gegen Curaçao nicht abgeebbt.
Sané spielte im November 2022 eine Schlüsselrolle bei der Qualifikation Deutschlands für die Weltmeisterschaft. Im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Trotz dieses Beitrags bleibt seine Leistung weiterhin umstritten.
Seine erste Saison bei Galatasaray verlief enttäuschend. In 43 Einsätzen gelang ihm nur sieben Tore, was die Kritik zusätzlich anheizte. Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän İlkay Gündoğan argumentierte später, dass anhaltende Vorwürfe einen kreativen Spieler wie Sané hemmen könnten.
Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann haben ihn öffentlich in Schutz genommen. Sie betonten Sanés Einsatzbereitschaft und defensive Stärken als unverzichtbar für die Mannschaft. Gleichzeitig bleiben Fragen zu anderen Spielern wie Nadiem Amiri aus, obwohl dieser in Abwesenheit von Jamal Musiala überzeugte.
Die Zukunft Sanés im Nationalteam bleibt ungewiss. Sein Wechsel in die Türkei und seine wechselhafte Form halten die Diskussion am Leben. Doch seine früheren Verdienste und die Rückendeckung durch Mitspieler deuten darauf hin, dass seine Rolle noch nicht endgültig geklärt ist.
