28 March 2026, 18:22

Kongress in Regensburg sucht Lösungen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Kongress in Regensburg sucht Lösungen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt

Ein kürzlich in Regensburg abgehaltener Kongress brachte 80 Teilnehmende zusammen, um sich mit den Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen und Migrations- oder Fluchtgeschichte auf dem Arbeitsmarkt auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung unter dem Titel "Arbeit – aber wie?" konzentrierte sich auf praktische Lösungen, Erfolgsgeschichten und Wege, um Hindernisse für diese oft vernachlässigte Gruppe abzubauen.

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Die Tagung fand im Diözesanzentrum Obermünster statt und wurde von prominenten Persönlichkeiten eröffnet, darunter Regierungsrätin Tanja Schweiger, der Landtagsabgeordnete Karl Straub, Bernadette Dechant sowie Holger Kiesel, der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung. Ihre Reden gaben den Ton für die Diskussionen vor, wie gesellschaftliche Offenheit, politische Unterstützung und konkrete Hilfsangebote die berufliche Inklusion verbessern können.

Die Teilnehmenden erörterten Möglichkeiten, Bürokratie abzubauen, frühzeitige Förderung zu gewähren und Betroffene durch Peer-Beratung zu stärken. Positive Beispiele wie die Erfahrung von Zoya Dimitrova zeigten, was möglich ist: Die blinde Bulgarin fand trotz fehlendem Zugang zu Integrationskursen eine Anstellung bei der Bundesagentur für Arbeit.

Auf der Veranstaltung wurde auch auf Datenlücken hingewiesen. Zwar leben im Regierungsbezirk Oberpfalz etwa 35.160 Menschen mit Behinderungen – darunter 400 unter 25 Jahren –, doch fehlen Statistiken zu Geflüchteten oder Migrant:innen mit Behinderungen. Bayernweit haben über zwei Millionen Menschen einen anerkannten Behinderungsgrad, davon 1,2 Millionen mit Schwerbehinderung. Doch wie viele von ihnen keinen deutschen Pass besitzen oder wo regionale Schwerpunkte liegen, ist unbekannt.

Bei knapp 23.800 Einwohner:innen ohne deutschen Pass im Regierungsbezirk betonte der Kongress die Notwendigkeit stärkerer Netzwerke, sichtbarer Vorbilder und praxisnaher Ansätze, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Der Kongress endete mit einer klaren Botschaft: Bessere Inklusion erfordert die Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Konkrete Maßnahmen wie der Abbau von Hürden und die Verbreitung von Erfolgsbeispielen wurden als entscheidend identifiziert. Nun geht es darum, die Diskussionen in praktische Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und Migrations- oder Fluchtgeschichte auf dem Arbeitsmarkt umzusetzen.

Quelle