15 May 2026, 20:19

Klöckner fordert Kirche auf: "Keine Politik, sondern spirituelle Führung!"

Schwarzes und weißes Foto einer Kirche mit einem Kirchturm, umgeben von Bäumen und Pflanzen, unter einem bewölkten Himmel, mit dem Text "Kirche des Heiligen Grabes" unten.

Klöckner fordert Kirche auf: "Keine Politik, sondern spirituelle Führung!"

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die katholische Kirche aufgefordert, sich wieder stärker auf ihre geistliche Kernaufgabe zu besinnen. Die CDU-Politikerin betonte in einer jüngeren Stellungnahme, die Institution dürfe sich nicht wie eine politische Partei verhalten. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatten über die Ausrichtung und den öffentlichen Einfluss der Kirche an Fahrt aufnehmen.

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Klöckner machte deutlich, dass sie weder offiziell an der Organisation des Katholikentags mitwirkt noch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört. Dennoch äußerte sie sich pointiert zu den Herausforderungen der Kirche. Besonders junge Menschen, so ihre Beobachtung, suchten in Zeiten von Krisen und Unsicherheit zunehmend nach Sinn.

Sie warnte davor, dass die Kirche kurzlebigen Trends hinterherjagt, um relevant zu bleiben. Stattdessen solle sie sich den tiefgründigen Fragen des Lebens widmen – ein Bereich, in dem keine Nichtregierungsorganisation mithalten könne. Als Beispiel verwies Klöckner auf Länder wie England und Frankreich, wo die Kirche durch die Konzentration auf spirituelle Führung wieder an Ansehen gewonnen habe.

Obwohl sie innerkirchliche Debatten auch zu kontroversen Themen befürwortet, sprach sich Klöckner nicht gegen den Ausschluss von AfD-Politikern vom Katholikentag aus. Ihre Haltung spiegelt einen weiteren Appell wider, dass die Kirche ihre religiöse Mission über politische Positionierungen stellen solle.

Klöckners Aussagen unterstreichen die Spannung zwischen Tradition und modernen Erwartungen. Die Kirche, so ihr Argument, müsse ein Ort der Besinnung bleiben – und nicht der politischen Taktik. Ihre Worte bereichern die anhaltende Diskussion über die künftige Rolle der Kirche in der Gesellschaft.

Quelle