26 June 2026, 12:14

Klimawandel trifft bayerische Tourismusbranche: Wer handelt, wer zögert?

Tourismus und Klimawandel: Chancen und Herausforderungen für Nachhaltigkeit

Klimawandel trifft bayerische Tourismusbranche: Wer handelt, wer zögert?

Bayerische Tourismusbranche ringt mit den Folgen des Klimawandels

Mit rund 100 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 verursacht die bayerische Tourismusindustrie durchschnittlich 14 Kilogramm CO₂ pro Gastnacht. Dr. Niklas Völkering von der Universität Augsburg untersucht nun, wie sich Beherbergungsbetriebe dieser Herausforderung stellen.

Völkerings Studie analysiert die Auswirkungen des Klimawandels auf Hotels und Ferienwohnungen in Bayern. Die Ergebnisse zeigen: 56 Prozent der Betriebe verzeichnen keine negativen Folgen, während 32 Prozent mit Problemen wie geringeren Schneefällen kämpfen. 14 Prozent profitieren hingegen von längeren Sommern.

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Entscheidend für Klimaschutzmaßnahmen ist das Engagement der Führungsebene. Viele Betriebe haben bereits Solaranlagen installiert oder Heizsysteme modernisiert. Doch die meisten kennen die Klimaneutralitätsziele bis 2040 nicht.

Unklarheiten bremsen den Fortschritt: Über drei Viertel der Befragten wissen ihren eigenen CO₂-Fußabdruck nicht. 82 Prozent zögern zudem wegen unklarer gesetzlicher Vorgaben und hoher Kosten. Ein einheitliches Zertifizierungssystem gilt als zentral, um verlässliche Klimaneutralitäts-Siegel zu schaffen.

Die Verantwortung für Nachhaltigkeit wird unterschiedlich gesehen: 60 Prozent der Befragten halten Politiker und Gäste für primär zuständig. Aktuell kompensieren nur 27 Betriebe ihre CO₂-Emissionen.

Die Studie zeigt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für den bayerischen Tourismus. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen Wissenslücken geschlossen und finanzielle Hürden abgebaut werden. Für wissenschaftliche Details steht Dr. Völkering unter +49 821 598 2763 oder [email protected] zur Verfügung.

Quelle