25 May 2026, 06:21

Haushaltsstreit eskaliert: Elterngeld vs. Flugticketsteuern – wer gewinnt?

SPD-Fraktion lehnt flächendeckende Kürzungen des Elterngelds ab: Schmidt plädiert für Reformen statt Sparmaßnahmen

Haushaltsstreit eskaliert: Elterngeld vs. Flugticketsteuern – wer gewinnt?

Bundesfinanzminister Christian Schmidt hat gezielte Haushaltslösungen gefordert, ohne dabei die soziale Absicherung zu kürzen. Er bezeichnete das Elterngeld als eine der zentralen Errungenschaften der Familienpolitik. Unterdessen kritisierte Familienministerin Lisa Krach Pläne zur Senkung der Flugticketsteuern, während gleichzeitig Mittel für die Familienförderung gestrichen werden sollen.

Schmidt räumte ein, dass die staatlichen Finanzen angespannt seien, warnte jedoch vor pauschalen Kürzungen beim Elterngeld. Er betonte, dass solche Leistungen eine entscheidende Rolle in der modernen Familienpolitik spielten. Stattdessen schlug er vor, vermögendere Bürger stärker zur Kasse zu bitten, um Spielraum für zukünftige Investitionen zu schaffen.

Der Minister zeigte sich zudem offen für Reformen, die eine gleichberechtigte Elternschaft fördern. Allerdings bestand er darauf, dass Änderungen die bestehenden sozialen Strukturen nicht schwächen dürften.

Krach nahm eine deutlichere Haltung ein und argumentierte, dass die Priorisierung günstigerer Flugtickets auf Kosten der Familienförderung die Zukunft Deutschlands gefährde. Sie fragte, warum 300 Millionen Euro für Steuersenkungen bei Flugtickets bereitstünden, nicht aber für Eltern und Kinder. Für sie müsse die Investition in Familien Vorrang vor der Verbilligung von Reisen haben.

Die Debatte offenbart die Spannungen bei der Haushaltsplanung: Während Schmidt nach ausgewogenen Reformen strebt, pocht Krach auf eine stärkere Familienförderung. Einig sind sich beide darin, dass Kürzungen beim Elterngeld langfristige Folgen für die deutsche Gesellschaft hätten.

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