28 March 2026, 16:16

Harald Lesch attackiert Bayerns Klimapolitik: "Zu viel Zukunftsglaube, zu wenig Tatkraft"

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Lesch: Bayern tut zu wenig für seine eigenen Klimaziele - Harald Lesch attackiert Bayerns Klimapolitik: "Zu viel Zukunftsglaube, zu wenig Tatkraft"

Der Physiker und Fernsehmoderator Harald Lesch hat die bayerische Staatsregierung scharf dafür kritisiert, ihre Klimaziele zu verfehlen. Als Mitglied des Bayerischen Klimarats wirft er der aktuellen Politik vor, zu sehr auf zukünftige Technologien zu setzen statt auf sofortiges Handeln. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Land diskutiert, sein Ziel der Klimaneutralität von 2040 auf 2045 zu verschieben.

Lesch warf der Regierung vor, bewährte Lösungen wie Wärmepumpen und Elektromobilität zu vernachlässigen. Stattdessen konzentriere man sich auf ferne Projekte wie Kernfusion und Wasserstoffstrategien, die keine schnellen Ergebnisse brächten. Besonders betonte er, dass grüner Wasserstoff der Industrie vorbehalten bleiben solle – und nicht in Autos verschwendet werden dürfe.

Bisher hat Bayern vor allem auf private Unternehmen gesetzt, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Doch Lesch fordert, dass der Freistaat selbst aktiver werden müsse. Er schlug vor, einen öffentlichen Fonds einzurichten, der Bürger belohnt, die den Energiewandel beschleunigen.

Der Wissenschaftler warnte zudem davor, die Klimaziele aufzuweichen. Seine Kritik kommt, nachdem bekannt wurde, dass Bayern seinen Zeitplan für Klimaneutralität möglicherweise um fünf Jahre verschieben könnte. Zwar ist das Land an EU-geförderten Wasserstoffprojekten wie HyEfRe und Danube Indeet beteiligt, doch konkrete Pläne zu politischen Änderungen oder Bürgerbeteiligung bleiben vage.

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Jeden Mittwoch fasst Stern-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz in einem Newsletter die wichtigsten Themen der Woche zusammen – darunter auch aktuelle Entwicklungen in der Klimadebatte wie diese.

Leschs Forderungen nach konsequenterem Klimaschutz spiegeln die wachsenden Spannungen um die bayerische Energiepolitik wider. Die Abhängigkeit der Regierung von privaten Initiativen und Zukunftstechnologien steht zunehmend in der Kritik. Gleichzeitig läuft die Beteiligung an Wasserstoffprojekten weiter, während es an klaren Aussagen zu politischen Kurswechseln mangelt.

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